Kategorie: Kochbücher

Sarah Schocke: „Mittsommer, Lagerfeuer und Blaubeerkuchen: Skandinaviens Glücksgeheimnisse“

Sarah Schocke
Goldmann Verlag
10,00€

Nordische Ideen

Rezepte vom Lande

für jede Jahreszeit

Das Schweden der Bullerbü-Romantik steht für einen Sehnsuchtsort: gemütliche Holzhäuser, idyllische Gärten, Beeren sammeln, Marmelade Kochen, Blumenkränze winden. Ein Ort, an dem man am liebsten verweilen möchte, weil er nach Zimtschnecken duftet und Geborgenheit schenkt. (Klappentext)

Nordische Glückseligkeit für zu Hause

Hygge, Lykke, Lagom und wie sie alle heißen, die Trendbewegungen aus Skandinavien. Sie stehen für alles, was Gemütlichkeit, Wohlbefinden und Heimeligkeit verspricht. Seien es stilvolle Holzmöbel, auf denen sich Duftkerzen aneinander reihen,  die dicken selbstgestrickten Wollsocken auf dem Bärenfell vor dem Kamin oder der Duft von Zimtschnecken. Verbringt doch einmal einen ganzen Nachmittag bei IKEA, dann gewinnt ihr einen guten Eindruck vom skandinavischen Lebensstil.

In Skandinavien sind Hygge und Co keine Neuerfindung. Alle diese Begriffe gibt es bereits seit Jahrhunderten. Sich ein gemütliches, warmes zu Hause zu schaffen und sich mit Freunden, Familie und anderen Dingen zu umgeben, die einem Freude bereiten, ist gerade in den Wintermonaten besonders wichtig, wenn die Sonne nur kurz oder gar nicht aufgeht.  Aber Skandinavien zeichnet sich auch durch die wunderschöne Landschaft, eine unberührte Natur mit faszinierenden Fjorden und Vulkanlandschaften aus. Mittsommer, wenn die Sonne gar nicht erst untergeht und man die Ruhe in der Natur genießen kann.

Wer sich von all dem angesprochen fühlt, der findet in „Mittsommer, Lagerfeuer und Blaubeerkuchen“ ein passendes Begleitbuch. Die Autorinnen haben die Glückskonzepte Skandinaviens mit Zitaten, Bastelanleitungen und Rezepten eingefangen. Damit kann man sich zu Hause ganz einfach selbst eine hyggelige Atmosphäre schaffen.

Die Kapitel sind nach Jahreszeiten aufgeteilt und werden in den Texten noch einmal wunderschön geschildert. Was ist typisch für diese Jahreszeit? Wie verläuft das Leben in Skandinavien in diesen Monaten? Was kann aus dem saisonalen Obst- und Gemüseangebot gemacht werden? Die Rezepte sind abwechslungsreich. Es gibt viele Anleitungen für Snacks, aber auch Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch, Nachspeisen, saure Drops oder Öle. Also wirklich breit gefächert und nicht so kompliziert, dass man sie nicht nachmachen kann.

 „Mittsommer, Lagerfeuer und Blaubeerkuchen“ ist zwar ein vergleichsweise dünnes Taschenbuch, aber es entführt einen während des Lesens nach Skandinavien, mitten hinein in die langen Tage des Mittsommers und bietet viele Ideen und Rezepte zum Nachmachen. Gerade zu dieser Zeit, wo es im eigenen Garten grünt und blüht, ist das natürlich toll. Auch wer sich von der positiven Lebenseinstellungen, die als typisch nordisch erachtet wird, eine Scheibe abschneiden möchte, macht mit diesem Buch einen großen Schritt auf dem Pfad der Work-Life-Balance.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Felix Bork, Deniz Ficicioglu: „Und was isst du dann? Ein Kochbuch über Leckerstes. Glutenfrei. Pflanzlich. Zuckerlos.““

 

Felix Bork + Deniz Ficicioglu
Eichborn-Verlag
216 Seiten/ 60 Rezepte
25,00€

 

 

 

Kennst du das? Du lädst deine Freunde zum Essen ein, doch statt eines unkomplizierten Abends, verwandelt sich dein Vorhaben in eine Odyssee durch die Welt der Unverträglichkeiten und Darmbakterien deiner Mitmenschen. Das ist anstrengend, wir verstehen das. Wir haben auch Gluten, Fructose und Vegan. Was wir außerdem haben, Humor.

Unser Kochbuch nimmt dich mit deinen Verunsicherungen, Unverträglichkeiten und Ernährungsphilosophien ernst und ist trotzdem echt witzig. Es sensibilisiert für eine unkonventionelle Ernährung und macht erst recht Lust auf die natürlich-pflanzliche Küche, ohne Fructose oder Gluten. Vor allem dann, wenn man nicht mehr weiß, was man eigentlich noch essen kann. In über 60 Rezepten erfährst du, was es mit all den seltsamen Zutaten dieser Ernährungsweise auf sich hat und wie du daraus Leckerstes für einen glücklichen Bauch machst.

Mittlerweile gibt es kaum noch etwas, wogegen der Mensch keine Unverträglichkeit entwickeln könnte. Auch in meinem Bekanntenkreis existiert ein breites Spektrum an Unverträglichkeiten. Unter manch einer Intoleranz konnte ich mir gar nichts vorstellen, bzw. hatte ich keine Ahnung, wovon sich meine Bekannten dann überhaupt ernährten. Man selbst kommt sich ja schon exotisch vor, wenn man keiner Einschränkung durch die Ernährung unterliegt. Von daher fand ich dieses Kochbuch ausgesprochen informativ. Auf den ersten Seiten werden verschiedene Unverträglichkeiten erklärt. Das alles auf eine sehr witzige Weise, mit Comics, Karikaturen und einem flapsigen Schreibstil. Rein von der Gestaltung her kommt mir dieses Buch wie eine Collage der Unverträglichkeiten vor, wie ein kunterbuntes Gesamtkunstwerk, bei dem ich die Rezepte allerdings erst suchen muss.

Bei Kochbüchern ist mir die Präsentation der Rezepte wichtig. Gerne viele bunte Bilder und möglichst überschaubare Anweisungen. Hier fehlt es mir an der entsprechenden Bebilderung. Manche Seiten sind zu 90% weiß und ganz unten, als wäre es die Fußzeile, hat sich dann doch noch ein Rezept auf die Seite gezwängt. In einer Schriftgröße, von der mir die Augen schmerzen, weil sie so klein ist. Die Rezepte an sich sind nicht zu kompliziert und gut beschrieben. Ich habe mich an das Kapitel ‚Süßes‘ gewagt und fand’s ganz in Ordnung. Sehr interessant, was für alternative Zutaten gefunden wurden.

Bei diesem Kochbuch steht der Unterhaltungswert sehr im Vordergrund, die kindlich naiven Zeichnungen überlagern teilweise die Rezepte. Besonders gut sind die Übersichten über die Unverträglichkeiten und die Kernzutaten. Ich habe mich von „Und was isst du dann?“ so unterhalten gefühlt wie noch von keinem Kochbuch, allerdings hätte ich mir bei der Dicke des Buches deutlich mehr Rezepte gewünscht.

Vielen, vielen Dank an den Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars!

 

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Sarah Aßmann: „Kawaii backen:

 

Sarah Aßmann
Bassermann Verlag
80 Seiten
9,99€

 

 

Das japanische Wort KAWAII bedeutet süß, niedlich, ein Schätzchen. Und so sind die Kekse und Kuchen in diesem Buch. Es sind kleine Maskottchen, die an Prüfungstagen mitgegeben werden, ein herzliches Dankeschön oder eine liebevolle Freundschaftsgeste. Wer Spaß an Hello Kitty und Pokémon hat, der wird sie lieben. Und wer etwas ganz Besonderes für einen Sweet Table, zur Hochzeit oder zum Geburtstag sucht, der wird hier fündig. (Umschlagtext)

In Japan bezeichnet Kawaii ein Konzept, das das Niedliche, Kindliche betont und sich über alle Bereiche der japanischen Gesellschaft und Kultur erstreckt. Elemente von Kawaii finden sich nicht nur in der Mode oder im öffentlichen Leben, sondern werden auch als Mittel zum Wahlkampf eingesetzt. Kawaii ist einfach allgegenwärtig und schwappt immer mehr auch zu uns herüber.

Kawaii backen setzt auf zuckersüße Akzente. Insgesamt gibt es 6 verschiedene Grundrezepte, die den sieben verschiedenen Themenbereichen entsprechend abgewandelt werden. Insofern besticht das Buch weniger durch ausgefallene Rezepte als durch vom Kawaii-Konzept inspirierte Deko-Ideen und eine hübsche Präsentation. Der Keksteig beispielsweise ist ein simpler Plätzchenteig, der gut zum Ausstechen geeignet ist. Ihr könnt aber auch jedes andere euch bekannte Plätzchenrezept aus eurem eigenen Fundus verwenden. Die Verzierung auf den Keksen ist Zuckerguss, so wie ihn schon meine Oma hergestellt hat, wird jedoch ganz toll als Royal Icing bezeichnet.

Ebenfalls vorhanden sind Schablonen für die Kekse. Allerdings hege ich Zweifel an deren Praktikabilität. Es handelt sich um Umrisse auf der Innenseite des Buchdeckels. Wie ist das gedacht? Soll man die Umrisse abmalen und sich dann eine Schablone anfertigen? Jeden Keks einzeln mit dem Messer ausschneiden? Diese Kekse sind dann in der Tat zu wertvoll, weil in mühevoller Handarbeit gefertigt, um sie einfach aufzuessen! Die meisten Ausstechformen gibt es glücklicherweise im Handel zu kaufen. Darauf habe ich schließlich zurückgegriffen.

Kawaii backen ist als Einstieg für Backanfänger und für alle, denen das Kawaii-Konzept gefällt, super gut geeignet, da die Rezepte nicht zu schwer sind. Für die liebevollen, detailreichen Verzierungen sollte man ein wenig Geduld mitbringen. Ich denke, wer Inspiration für sein nächstes Backvorhaben sucht, der wird in diesem Buch fündig.

Zum Schluss noch einen großen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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