Kategorie: Kinderbücher 0-3 Jahre

Anne-Kristin zur Brügge: „Wie kleine Kinder schlafen gehen“

 

Anne-Kristin zur Brügge/ Marina Rachner
Verlagsgruppe Oetinger
empfohlenes Alter: ab 1 Jahr
5,99€

 

 

Sanftes Schlummern und süße Träume! Wie sagt man sich eigentlich in anderen Familien „gute Nacht“? Das erfahren wir in diesem wunderbar warmherzigen Pappbilderbuch. Und die lieb gewonnenen Gewohnheiten sind keineswegs in jeder Familie die gleichen: Mal wird gekuschelt, mal gesungen, es wird gekrault und geküsst. Und am Ende fallen allen Kindern die müden Äuglein zu. Das Buch liefert viele Anregungen für Rituale zur Guten Nacht und animiert zum Nachmachen.Liebevoll gereimt, mit leisem Humor illustriert, regt zum Nachahmen an: Sanfte Einschlafhilfe für unsere Kleinen! (Verlagstext)

Gibt es eigentlich noch ein Kinderzimmer, in dem ‚Wie kleine Tiere schlafen gehen‘ nicht im Bücherregal steht? Unsere Ausgabe ist mittlerweile schon ganz abgegriffen und ich kann sämtliche Reime auswendig. Mein Kleiner kringelt sich vor Lachen, wenn wir die Einschlafrituale nachmachen.

Leider…leider, leider kann ‚Wie kleine Kinder schlafen gehen‚ nicht an den Vorgänger anknüpfen.

Das Buch besteht aus robuster Pappe, gut für grobmotorische Kinderhände. Die Illustrationen sind gewohnt niedlich, in angenehmen Farben gehalten, die die abendliche Einschlafatmosphäre wiederspiegeln. Die abgebildeten Eltern und Großeltern erwecken jedoch den Eindruck, als würden sie am Rande der Erschöpfung krauchen und es kaum erwarten können, dass der Spross endlich die Augen schließt und einschläft. Vielleicht ist das ja der leise Humor?

Den Reimen fehlt es an Einfallsreichtum und diesem gewissen Witz, der sie einprägsam macht. Dafür sind einige Zeilen eins zu eins aus ‚Wie kleine Tiere schlafen gehen‘ übernommen worden. Insgesamt kann mich dieses Buch leider nicht überzeugen. Es wirkt wie ein Abklatsch, bei dem sich nicht sehr viel Mühe gegeben wurde.

Tom Booth: „Bloß nicht blinzeln!“

Tom Booth
cbj Verlag
empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
12,99€

 

 

 

 

Bloß nicht blinzeln! Dieses Spiel kennt jedes Kind. Doch einem Vogel, einem Elefanten oder einer Giraffe hat bestimmt noch niemand in die Augen gestarrt, bis sie wehtun. In diesem wunderschön illustrierten Bilderbuch kommen immer mehr Tiere dazu, um am Blinzelspiel teilzunehmen – und dabei treten sie nicht gegen irgendwen an, sondern gegen den Leser höchstpersönlich. Als ihnen allen schließlich die Augen zufallen, weiß keiner, wer eigentlich gewonnen hat. Ob es dem kindlichen Leser gelungen ist, nicht zu blinzeln?

Die Rezension dieses Buches macht mir aus mehreren Gründen besonderen Spaß.
Bei Kinderbüchern zählt ja nicht nur meine Meinung allein, sondern auch die des Kindes beziehungsweise die Reaktion auf besagtes Buch.
„Bloß nicht blinzeln!“ ist etwas Besonderes, denn es durchbricht die vierte Wand, indem es den Leser in die Handlung einbezieht und zum gemeinsamen Spielen auffordert. Ein ziemlich kluger Kunstgriff. Und obwohl ich anfangs skeptisch war, inwiefern mein gerade einmal 2 Jahre alter Sohn den Unterschied zwischen Blinzeln und Starren begreift, wurde ich eines Besseren belehrt. Unfassbare vier Mal musste ich das Buch heute Abend vorlesen, es wurde sogar ins Bett mitgenommen – das ist so gut wie ein Ritterschlag! – und als das Licht gelöscht war, erzählte mein Sohn immer noch vom ‚Blinzelspiel‘ und den vielen Tieren.
Mir persönlich gefällt das Format und die Aufmachung des Buches sehr. Die Tierillustrationen sind außergewöhnlich gut, die Seiten sind nicht überladen und für Kinder äußerst ansprechend. Ich hätte mir mehr Text gewünscht, gerade zu Beginn, um einen besseren Einstieg in das Buch zu finden. Dafür ein paar weniger Seiten. Es sind dann doch 48 an der Zahl, viele davon ohne Text oder mit gar nur ein zwei kurzen Sätzen. Dadurch ist man die meiste Zeit mit Umblättern beschäftigt.
Am Schluss des Buches gibt es noch eine amüsante Raffinesse: Nachdem sie sich von Seite zu Seite näher an das kleine Mädchen geschleppt hat, ist auch die Schildkröte endlich angekommen. Und das Spiel kann von vor beginnen.
Mal sehen, ob ich morgen auch einmal gewinne….

 

An dieser Stelle noch einen lieben Dank an den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Milbourne/ Alvarez: „Guck mal – im Märchenwald. Die Schöne und das Biest“

 

Milbourne/ Alvarez
Usborne Verlag
empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
10,95€

 

 

Mein absolutes Lieblingsmärchen, schon immer gewesen!

Gleich beim ersten Blick nach dem Auspacken dachte ich so: Du meine Güte, ist das süß.
Die Bilder sind herzallerliebst, jede Seite ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und mit filigranen Laserschnitten und Gucklöchern versehen. Es hätten gern ein paar Klappen mehr sein können. Insgesamt sind es nur 3. Da sind wir von den ‚Guck mal, wer da ist‘-Büchern vermutlich zu verwöhnt.
Der Text ist natürlich kindgerecht eingekürzt und umgeschrieben. Kurz und knackig, würde ich sagen, und die Bilder sprechen ohnehin für sich.
Mit 10,95€ finde ich das Buch schon ein bisschen teuer. Ich meine, ich sehe die Arbeit dahinter, aber für ein Kinderbuch, mit gerade einmal 14 Seiten Umfang und im Kleinformat, wären ein paar Euros weniger auch in Ordnung gewesen.
Ändert aber nichts daran, dass dies eines der zauberhaftesten Bücher in unserem Regal ist und mein Sohn total darauf abfährt. Und darauf kommt es am Ende doch an, nicht wahr?

 

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Milbourne/ Dimitri: „Guck mal, wer da ist. Im Zoo“

 

Milbourne/ Dimitri
Usborne Verlag
empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
8,95€

 

Klappen und Gucklöcher erfreuen irgendwie nicht nur die Kleinen, sondern auch uns Erwachsene. Von den ‚Guck mal, wer da ist‘ – Büchern gibt es eine ganze Reihe. Und sie sind allesamt liebevoll und kreativ gestaltet. Die Farben sind kräftig und leuchtend, die Gestalten und Tiere wirken ein bisschen abstrakt, sind aber nicht derart verfremdet, dass man rätseln muss, was sie darstellen. Das vom Hersteller empfohlene Alter finde ich ein wenig hoch gegriffen. Mein Sohn guckt sich die Bücher schon mit 2 Jahren gern an. Die Klappen sind aus dünner Pappe, die leider sehr schnell knickt und einreißt, aber gut … für grobmotorische Kleinkinder müssten sie wahrscheinlich aus geschmiedetem Stahl sein, was wiederum der Handlichkeit der Bücher schaden würde.

Seit Neuestem gibt es die Reihe ‚Guck mal – im Märchenwald‘ . Eine sehr schöne Idee, um die Märchen auch schon den Kleinsten zugänglich zu machen. Ich habe eins bestellt und dann werden wir sehen, ob die Bücher den Erwartungen gerecht werden.

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Britta Teckentrup: „Wunderdinge der Natur“

Britta Teckentrup
Ars Edition
empfohlenes Alter: 24 Monate – 4 Jahre
10,00€

 

 

 

Dies ist ein sehr liebevoll gestaltetes Buch mit ansprechenden Bildern und nicht zu überladenen Seiten. Hinter den Klappen verbergen sich allerlei Wunderdinge zu den Themen:

Es grünt und blüht

Aus klein wird groß

Hier wohne ich

Sonne, Schnee und Regen

Hier bin ich sicher

Aus Tag wird Nacht.

Zu jedem Bild gibt es einen kleinen Text, der, zugegeben, nicht sonderlich einfallsreich ist. Aber für die Bedürfnisse eines Kindes dieser Altersgruppe ist das Buch vollkommen passend. Auch eine schöne Geschenkidee.

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Krumbach/ Baarmann: „Spätzlein Tschilp“ und „Igel Itzo“

Krumbach_Spaetzlein Tschilp_US_12.08.2015.indd

Krumbach/ Baarmann
Beltz | Der KinderbuchVerlag
ISBN: 9783407771971
6,95€

 

Das neugierige Spätzlein Tschilp macht einen Ausflug in den Wald und entdeckt auf seiner Reise riesige Pilze, süße Kirschen und trifft die unterschiedlichsten Tiere, Schmetterling, Igel, Frosch und auf der Rückseite des Buches einen ganz besonders merkwürdigen Gesellen.

Dieses zauberhafte Buch besticht durch seine Reime und farbenfrohen Illustrationen. Immer wieder schön, nicht nur für Kinder, sondern auch für gestresste Eltern.

Und wem das Spätzlein gefällt, der freut sich erst recht über den Igel Itzo. Auch er erkundet den Wald, trifft aber auf andere Tiere als Spätzlein Tschilp, weshalb ruhig beide Bücher angeschafft werden können.

itzo

Krumbach/ Baarmann
LeiV – Verlag
ISBN: 9783896032751
5,50€

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