Monat: März 2018

Eva Völler: „Tulpengold“

Eva Völler
Bastei Lübbe
Historischer Roman
22,00€

 

 

 

Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert … (Klappentext)

„Wenn der Frühling kommt,
dann schick ich dir Tulpen aus Amsterdam,
tausend rote, tausend gelbe,
alle wünschen dir dasselbe.
Was mein Mund nicht sagen kann,
sagen Tulpen aus Amsterdam.“

Dieses Lied in der Interpretation von Mieke Telkamp ging mir bei der Lektüre einfach nicht aus dem Kopf. Hatte aber immerhin den Erfolg, dass ich jetzt total auf Frühling eingestimmt bin. Aber zum Buch…

Ich habe die Jugendromane von Eva Völler gelesen, ‚Tulpengold‘ ist mein erster historischer Roman aus der Feder der Autorin. Schon das Setting ist eine erfrischende Abwechslung. Im Goldenen Zeitalter Amsterdams, als Tulpenzwiebeln zu Spekulationsobjekten wurden und zu exorbitanten Preisen gehandelt wurden. Die Handlung beginnt kurz vor dem Platzen der Spekulationsblase. Der Protagonist, Pieter, leidet unter einer besonderen Form von Autismus und verfügt über ein außerordentliches künstlerisches Talent, was seinem neuen Lehrmeister Rembrandt nicht lange verborgen bleibt. Im näheren Umfeld Rembrandts kommt es zu seltsamen Mordfällen durch Bleivergiftung, die den Maler bald als Hauptverdächtigen erscheinen lassen. Doch Pieter, der neben seiner Kunstbegabung auch noch über ein hohes mathematisches Verständnis verfügt, versucht dem Mörder mittels Berechnungen und logischer Schlussfolgerungen auf die Schliche zu kommen.

Eva Völler ist es wunderbar gelungen, das Amsterdam um 1600 einzufangen und zu porträtieren. Verwoben mit dem zur damaligen Zeit herrschendem Tulpenfieber und den bibliografischen Einflüssen über Rembrandt van Rijn hat sie eine vielschichtige, historische Bühne geschaffen, ideal für eine Kriminalgeschichte rund um ermordete Tulpenhändler. Ob fiktiv oder historisch fundiert ist in dem Moment völlig gleich. Die Autorin hat ein in sich ausgewogenes Bild erschaffen, fast wie Rembrandt in seiner Werkstatt, doch statt mit Farbe ist es Frau Völler mit Worten gelungen.

Einzig übertrieben sind die in der ersten Hälfte gehäuft vorkommenden Szenen, in denen Pieters Beeinträchtigung zur sozialen Interaktion immer wieder vorgeführt wird. Die ähnlich ablaufenden Dialoge wiederholen sich ein bisschen zu oft und sind zu überspitzt dargestellt. Als Leser gewinnt man den Eindruck, dass Pieter, bevor er zu Rembrandt in die Lehre kam, gar keinen Kontakt zu anderen Menschen hatte. Durch diese Konzentration auf die autistischen Symptome der Hauptfigur gerät der Spannungsbogen in den Hintergrund und wird über viele Kapitel zur Nebensächlichkeit. Erst gegen Ende steigert sich die Spannung, aber das volle Potenzial der Kriminalgeschichte wird nicht gänzlich ausgeschöpft. Dadurch gerät die Handlung insgesamt etwas träge.

Trotz dieser kleinen Schwäche ist ‚Tulpengold‘ ein unterhaltsames Buch, das vielleicht weniger wegen der Kriminalgeschichte, dafür mehr durch die historische Bandbreite –  Amsterdam, der Tulpenhandel, Rembrandt und die Zuschreibungsproblematik bei einigen seiner Werke – glänzt.

Einen ganz lieben Dank an den Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars!

 

Marc Martin: „Am Fluss“

 

Marc Martin
Prestel Verlag
empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
15,00€

 

 

Eine Reise auf dem Fluss

Dieses wunderschöne und poetische Bilderbuch zieht Kinder und Erwachsene in seinen Bann. „Draußen vor meinem Fenster fließt ein Fluss. Wohin wird er mich tragen?“ Mit diesen Worten beginnt eine Fantasiereise von der Stadt zum Meer. Vorbei an Fabriken und Feldern, Autobahnen und Wäldern folgen wir dem ewigen Kreislauf des Wassers. Durch jede neue Landschaft führen uns die fantastischen Illustrationen und der poetische Text des preisgekrönten australischen Künstlers Marc Martin.

Eine Mischung aus Kinderbuch, Kunst und Poesie.

Marc Martins ‚Am Fluss‘ regt die Fantasie zu einer Reise an, indem man sich aus dem Alltag heraus träumt und seine Gedanken und Vorstellungskraft fließen lässt. Der Fluss schlängelt sich als feste Konstante durch die Seiten, aber auf jeder erwartet einen eine vollkommen andere Welt. Jedes Bild für sich stellt ein eigenes kleines Kunstwerk dar. Durch einen Hauch von Wimmelbuchcharakter lassen sich in den Bildern viele Kleinigkeiten entdecken, man muss bloß genau hinschauen.

Der poetische Erzählton des Textes gleicht der Strömung des Flusses. Er trägt einen von Seite zu Seite, mal schneller und mal langsamer, aber immer von einer gewissen Ruhe begleitet, die sich sowohl auf den vorlesenden Erwachsenen als auch auf das zuhörende Kind überträgt. Dieses Buch bewirkt wie kaum ein anderes, dass man abschalten kann, zur Ruhe kommt und ein bisschen vor sich hin träumt. Einfach wunderbar!

Bei der Altersempfehlung war ich anfangs skeptisch, ich hielt es für zu jung angesetzt aufgrund der sehr künstlerischen Züge. Aber das Buch kam hervorragend an, die Kinder versinken regelrecht in den Bildern. Sie können der Handlung leicht folgen und sie anhand der Bilder schnell von allein nacherzählen.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

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Katharina E. Volk: „Das verrückte Wiesengeflüster“

 

Katharina E. Volk (Autor); Christian und Fabian Jeremies (Illustratoren)
Boje Verlag
empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
12,90€

 

 

 

Du musst nicht alles glauben, was du hörst!

Die Häschen haben eins aufs Näschen bekommen. „Unglaublich“, murmelt das Schaf. Auch Fuchs und Dachs staunen. Und die Maus ruft entsetzt: „Ach herrje, die Armen!“
Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht unter den Tieren. Bis das kleine Wildschwein davon erfährt und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen!

Unerhört liebenswert, wie dieses Bilderbuch dem Entstehen von Gerüchten und Missverständnissen auf die Schliche kommt (Klappentext)

Wenn es in der Gerüchteküche brodelt…

Familie Hase hat Neuigkeiten zu verkünden: ein süßes, kleines Hasenbaby ist geboren. Diese frohe Kunde zwitschern die Amseln im Vorüberfliegen dem Schaf zu. Doch leider versteht das Schaf etwas vollkommen anderes und macht sich auf, seine leicht veränderte Version dem Fuchs zu erzählen. Über das Stille-Post-Prinzip verbreiten sich Gerüchte über Familie Hase, die immer dramatischer werden. Jedes Tier fügt seiner Version eine weitere Ausschmückung hinzu. Aus der einst wunderbaren Nachricht wird am Ende eine richtige Schreckensgeschichte.

Dieses Bilderbuch ist ein Lehrstück über das Verbreiten von Gerüchten. Auf witzige Weise wird den Kindern nähergebracht, wie schnell sich der Informationsgehalt verändern kann, wenn eine Nachricht verbreitet wird, die man nur vom Hörensagen kennt.

Die Illustrationen sind farbenfroh und ansprechend für Kinder gestaltet.

Die Altersempfehlung für Kinder ab 4 Jahren ist gerechtfertigt. Jüngere Kinder haben zum einen Probleme, dieser doch recht ausführlichen Geschichte zu folgen. Der Fließtext pro Seite ist ziemlich umfangreich, so wie auch die darin enthaltenen Informationen. Zum anderen können jüngere Kinder das Prinzip der Stillen Post noch nicht ganz begreifen.

‚Das verrückte Wiesengeflüster‘ widmet sich einem sehr wichtigen Thema. Nicht immer entspricht das, was wir von anderen erzählt bekommen, der Wahrheit. Es zeigt den Kindern, dass man Nachrichten auch einmal hinterfragen muss, statt sie ohne jeden Vorbehalt zu glauben und dann auch noch weiterzutratschen, wobei die Versuchung groß ist, dem Erzählten noch eine eigene Einzelheit hinzuzufügen.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Felix Bork, Deniz Ficicioglu: „Und was isst du dann? Ein Kochbuch über Leckerstes. Glutenfrei. Pflanzlich. Zuckerlos.““

 

Felix Bork + Deniz Ficicioglu
Eichborn-Verlag
216 Seiten/ 60 Rezepte
25,00€

 

 

 

Kennst du das? Du lädst deine Freunde zum Essen ein, doch statt eines unkomplizierten Abends, verwandelt sich dein Vorhaben in eine Odyssee durch die Welt der Unverträglichkeiten und Darmbakterien deiner Mitmenschen. Das ist anstrengend, wir verstehen das. Wir haben auch Gluten, Fructose und Vegan. Was wir außerdem haben, Humor.

Unser Kochbuch nimmt dich mit deinen Verunsicherungen, Unverträglichkeiten und Ernährungsphilosophien ernst und ist trotzdem echt witzig. Es sensibilisiert für eine unkonventionelle Ernährung und macht erst recht Lust auf die natürlich-pflanzliche Küche, ohne Fructose oder Gluten. Vor allem dann, wenn man nicht mehr weiß, was man eigentlich noch essen kann. In über 60 Rezepten erfährst du, was es mit all den seltsamen Zutaten dieser Ernährungsweise auf sich hat und wie du daraus Leckerstes für einen glücklichen Bauch machst.

Mittlerweile gibt es kaum noch etwas, wogegen der Mensch keine Unverträglichkeit entwickeln könnte. Auch in meinem Bekanntenkreis existiert ein breites Spektrum an Unverträglichkeiten. Unter manch einer Intoleranz konnte ich mir gar nichts vorstellen, bzw. hatte ich keine Ahnung, wovon sich meine Bekannten dann überhaupt ernährten. Man selbst kommt sich ja schon exotisch vor, wenn man keiner Einschränkung durch die Ernährung unterliegt. Von daher fand ich dieses Kochbuch ausgesprochen informativ. Auf den ersten Seiten werden verschiedene Unverträglichkeiten erklärt. Das alles auf eine sehr witzige Weise, mit Comics, Karikaturen und einem flapsigen Schreibstil. Rein von der Gestaltung her kommt mir dieses Buch wie eine Collage der Unverträglichkeiten vor, wie ein kunterbuntes Gesamtkunstwerk, bei dem ich die Rezepte allerdings erst suchen muss.

Bei Kochbüchern ist mir die Präsentation der Rezepte wichtig. Gerne viele bunte Bilder und möglichst überschaubare Anweisungen. Hier fehlt es mir an der entsprechenden Bebilderung. Manche Seiten sind zu 90% weiß und ganz unten, als wäre es die Fußzeile, hat sich dann doch noch ein Rezept auf die Seite gezwängt. In einer Schriftgröße, von der mir die Augen schmerzen, weil sie so klein ist. Die Rezepte an sich sind nicht zu kompliziert und gut beschrieben. Ich habe mich an das Kapitel ‚Süßes‘ gewagt und fand’s ganz in Ordnung. Sehr interessant, was für alternative Zutaten gefunden wurden.

Bei diesem Kochbuch steht der Unterhaltungswert sehr im Vordergrund, die kindlich naiven Zeichnungen überlagern teilweise die Rezepte. Besonders gut sind die Übersichten über die Unverträglichkeiten und die Kernzutaten. Ich habe mich von „Und was isst du dann?“ so unterhalten gefühlt wie noch von keinem Kochbuch, allerdings hätte ich mir bei der Dicke des Buches deutlich mehr Rezepte gewünscht.

Vielen, vielen Dank an den Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars!

 

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Hannah Rothschild: „Die Launenhaftigkeit der Liebe“

 

Hannah Rothschild
Penguin – Verlag
12,00€

 

 

 

Als sie von ihrem langjährigen Freund abserviert wird, macht Annie Nägel mit Köpfen: Die junge Köchin kehrt ihrem verschlafenen Heimatdorf den Rücken, zieht nach London und nimmt das Jobangebot einer glamourösen Kunsthändlerfamilie an. Eines Tages kauft sie in einem Trödelladen ein verstaubtes kleines Gemälde – nicht ahnend, dass das Bild nur wenig später die Welt der Superreichen in helle Aufregung versetzen wird. Denn unversehens gerät Annie ins Visier skrupelloser Kunstsammler, die alles dafür tun würden, dass ein lange gehütetes Familiengeheimnis nicht ans Tageslicht kommt. Zum Glück gibt es da noch Jesse, einen jungen und ziemlich gutaussehenden Maler… (Klappentext)

Manchmal ist weniger mehr.

Der eigentliche Protagonist in diesem Roman ist ein Gemälde mit dem Namen ‚Die Launenhaftigkeit der Liebe‘ des französischen Malers Watteau. Den Künstler gab es in Wirklichkeit, nur bei dem Gemälde handelt es sich um Fiktion. Das Bild scheint ein gewisses Eigenleben zu führen, denn es kommt in einigen Kapiteln selbst zu Wort und berichtet von seiner Vergangenheit. Dabei wird schnell klar, dass die Launenhaftigkeit der Liebe nicht nur bei der Entstehung des Gemäldes eine entscheidende Rolle spielte, sondern auch im Leben sämtlicher Besitzer dieses Gemäldes durch alle Jahrhunderte hindurch ziemlich launenhaft mitwirkte.

In der Gegenwart kauft die vom Leben und der Liebe gebeutelte Annie das Gemälde in einem Trödelladen und kommt dessen Geschichte und Wert langsam näher.

‚Die Launenhaftigkeit der Liebe‘ ist Hannah Rothschilds Debütroman und eine interessante Mischung aus Kunst-, Krimi- und Liebesgeschichte. Trotz all der spannenden Elemente und dem Hauch an Liebesgeschichte fiel mir die Lektüre nicht sonderlich leicht. Schon der Prolog zieht sich in die Länge. Bereits dort werden viele Charaktere eingeführt und mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte vorgestellt, obwohl sie nur Randfiguren sind, die in der weiteren Handlung nicht vorkommen. Dieses Über an Informationen zieht sich durch das gesamte Buch. Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, authentisch wirkende Charaktere zu erschaffen, schießt aber an manchen Stellen ein bisschen über das Ziel hinaus. Die sehr detailreichen Hintergrundgeschichten einzelner Figuren sind überflüssig, da sie mitunter nichts zur Handlung beitragen. Und die ist schon kompliziert genug.

Nach über 500 Seiten ist man als Leser ob der Informationsfülle einfach geplättet. Das Hintergrundwissen der Autorin zum Thema Kunst, Geschichte und Kunsthandel ist immens und beeindruckend. Hinzu kommen die vielschichtigen Verstrickungen in der Handlung und der Figuren untereinander, in die dann auch noch Annie hineingerät. Dabei den Überblick und die Lust am Lesen nicht zu verlieren, ist manchmal schwer.

Ich gebe zu, dass ich mich anfangs durch die Seiten quälen musste. Insbesondere in der ersten Hälfte des Buches schreitet die Handlung nicht zügig genug voran, um einen zu fesseln. Es wird einfach nur jede Menge Wissen vermittelt. Die andere Hälfte ist dann schon deutlich spannender. Insgesamt ist ‚Die Launenhaftigkeit der Liebe‘ dennoch ein sehr durchdachtes und gut geschriebenes Buch, weist aber einige zähe Momenten und ein Übermaß an Fachwissen auf, von dem einem der Kopf raucht.

 

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Jennifer Benkau: „Hummelhörnchen – Zaubern müsste man können!“ (Die Hummelhörnchen-Reihe, Band 1)

 Jennifer Benkau
cbj Verlag
empfohlenes Alter: ab 7 Jahren
10,00€

 

 

 

 

Einhörner? Das sind doch diese zierlichen Zauberwesen in Pferdegestalt, die es schon lange nicht mehr gibt!? Falsch! Natürlich gibt es Einhörner! Das stellt auch Lenja fest, als der winzige Möpp dahergeflattert kommt. Einhorn Möpp ist allerdings kein bisschen zierlich, sondern ziemlich pummelig. Und ständig pupst er. Weil er eindeutig zu viel Süßigkeiten futtert! Außerdem ist es mit seinen Zauberkünsten nicht sehr weit her. Was für ein Heidendurcheinander sorgt … Doch nur, wenn Möpp richtig zaubern lernt, kann er zurück ins Goldwolkenland zu den anderen Einhörnern! Ob Lenja ihm dabei helfen kann? (Klappentext)

Ein zauberhafter Humor!

Hummelhörnchen entspricht nicht ganz den Vorstellungen, die man sich von dem mystischen Fabelwesen gemacht hat. Statt von edlem Wuchs ist Möpp kaum größer als ein Kolibri, mit eben solchen Flügelchen, und dazu noch ziemlich pummelig. Abgesehen von den Flügeln ist es überhaupt nicht bunt, und glitzern tut Möpp schon mal gar nicht. Auch die Sache mit der Zauberei beherrscht es nicht. Naja, immerhin einen Trick kann er gut. Von der vielen Schokolade bekommt Möpp ordentlich Flatulenzen, und es ist weder Glitzerstaub noch ein Regenbogen, der ihm dann aus dem Poppes schießt. Außer Lenja kann niemand das winzige Einhorn sehen, was Lenja zu Hause und in der Schule in zahlreiche peinliche Situationen und Erklärungsnöte  bringt.

Hummelhörchen ist empfehlenswert für alle Erstleserinnen, ob sie nun Einhörner lieben oder nicht. Möpp ist ein ganz eigenes Kaliber. Man muss das pupsende Einhorn einfach ins Herz schließen. Die Geschichte ist nicht zu lang, in einer gut lesbaren Schriftgröße verfasst und wird mit putzigen Illustrationen aufgelockert. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als überaus angenehm, sehr humorvoll, sehr talentiert. Die Charaktere sind nicht zu stark überzeichnet oder zu überdreht, die Handlung ist witzig und nicht zu komplex für junge Leser. Insgesamt ein rundum gelungenes Buch, das einen zum Lachen bringt und die Vorfreude auf mehr geweckt hat!

Und ich wünschte, ich hätte auch einen Möpp.

 

 

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