Monat: Juli 2018

Kathryn Taylor: „Wo mein Herz dich findet“

 

Kathryn Taylor
Bastei Lübbe
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
10,00€

 

 

 

Ein plötzliches Unwetter zwingt die junge Cara, in einer einsamen Gegend Unterschlupf zu suchen. Ihr Gastgeber Liam scheint ihr jedoch nur widerwillig Obdach zu bieten. Caras Neugier ist geweckt: Warum lebt der attraktive Mann so zurückgezogen? Ihr wird schnell klar, dass seine raue Schale nur Fassade ist. Sie verliebt sich leidenschaftlich in den Außenseiter. Aber Liam kann ihr keine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft machen – denn sein dunkelstes Geheimnis droht ihre Familie zu zerstören … (Klappentext)

Eine leichte Sommerlektüre – nicht mehr und nicht weniger

Sommerzeit ist Reisezeit! Und zumindest für mich schließt diese Zeit auch immer die Suche nach einer nicht zu anspruchsvollen Lektüre für die Strandliege ein. Außerdem fühle ich mich im Sommer gern wieder wie sechzehn und könnte eine Liebesgeschichte nach der anderen verschlingen. Unterhaltsam soll sie sein, gern ein bisschen Seifenoper, fesselnd, und bloß nicht mit den Stereotypen geizen. Mit Kathryn Taylors ‚Wo mein Herz dich findet‘ habe ich genau so eine Lektüre bekommen.

Junge Hotelerbin entdeckt in einsamer Waldhütte den griesgrämigen, aber unfassbar attraktiven Außenseiter. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Aber oh nein! Er hat ein fürchterliches Geheimnis, das auch noch im Zusammenhang mit der jungen Hotelerbin steht. Perfekt. Was will man mehr.

Überraschenderweise gibt es aber auch noch eine zweite Liebesgeschichte, die für mein Empfinden die erste ziemlich in den Schatten stellt. Die Jugendliebe von Caras Bruder kehrt zurück. Kurz vor dessen Hochzeit. Was in diese Konstellation hineinspielt, ist um Längen spannender als die Geschichte um Cara und Liam. Die Gefühle zwischen Patrick und Amy, ihre Trennung, die Missverständnisse und natürlich die bevorstehende Hochzeit verleihen dem Roman seine Dynamik. Man fiebert bis zum filmreifen Ende mit, ob und wen Patrick heiratet. Die aus dem Klappentext hervorgehenden Hauptfiguren Cara und Liam, deren Gefühle noch frisch und wild sind, wirken dagegen oberflächlich. Ich hatte mir mehr von den beiden versprochen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ‚Wo mein Herz dich findet‘ reichlich gut unterhält. Es liest sich flüssig und die einzelnen Erzählstränge sind angenehm miteinander verwoben. Die verschiedenen Elemente wie Figuren und Intrigen erinnern an die Rosamunde Pilcher-Verfilmungen auf ZDF und die zählen immerhin zu den beliebtesten Sendungen.

 

Ich bedanke mich beim Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

 

Nina Blazon: „Silfur – Die Nacht der silbernen Augen“

 

Nina Blazon
cbt Verlag
empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
9,99€

 

 

 

Sommerferien in Island, einem Land, in dem die Menschen sich am Lagerfeuer Geschichten über Elfenwesen und Wiedergänger erzählen. Doch handelt es sich wirklich nur um Geschichten? Die Brüder Fabio und Tom sind sich da zunehmend unsicher. Gemeinsam mit Elín, dem wilden isländischen Mädchen, das ihnen nicht nur die Hauptstadt Reykjavík zeigt, sondern sie auch mit zu einem Reiterhof in der Nähe der berühmten Hraunfossar-Wasserfälle nimmt, stoßen sie auf eine geheimnisvolle Welt im Verborgenen … (Klappentext)

Isländische Märchenwelt

Tom und Fabio, zwei Brüder, die zwar ständig für Zwillinge gehalten werden und doch unterschiedlicher kaum sein könnten. Fabio ist der ältere der Brüder, doch aufgrund einer Krankheit hängt er in seiner Entwicklung zurück. Dagegen wird Tom als hochintelligent eingestuft, er ist sportlich und entdeckungsfreudig. Obwohl er sich seinem Bruder gegenüber immer wieder zurücknimmt, spürt Fabio, dass er mit Tom nicht mehr lange mithalten kann. Besonders deutlich wird das Problem, als Tom auf die quirlige Elín trifft. Immer häufiger brechen die beiden zu abenteuerlichen Unternehmungen auf, während Fabio zurückbleibt. Doch auf seinen Streifzügen durch Reykjavík bemerkt Fabio alsbald, dass er Dinge sehen kann, die anderen verborgen bleiben. Er verfügt über die seltene Gabe der Elfsichtigkeit und ist somit in der Lage, die geheimen Bewohner Islands wahrzunehmen, was ihn in ziemlich große Schwierigkeiten bringt.

Nina Blazon zählt zu meinen Lieblingsautoren. Sobald ein neues Buch von ihr erscheint, stürze ich mich darauf. Denn sie schafft es, einen in ihre Welt hineinzuziehen und erschafft eine schaurige Atmosphäre von der Art, die einen angenehm im Nacken kribbelt. Anders als beispielsweise ‚Fayra‘ oder ‚Laqua‘  ist ‚Silfur‘ aber nicht besonders schaurig. Aus diesem Grund fiel die Handlung auch nicht so fesselnd aus, wie erhofft. Die Landschaftsbeschreibungen entführen einen zwar in das Land von Feuer und Eis, aber die düstere, übernatürliche Ebene, die Nina Blazon in ihren anderen Werken kreiert, kommt in ‚Silfur‘ nicht rüber. Auch wenn die Handlungsstränge vielschichtig und von der nordischen Mythologie durchdrungen sind.

Ein Problem für mich sind die sehr jungen Protagonisten, in die ich mich einfach nicht einfühlen kann. Elín mit ihrem sprunghaften Gefühlswirrwarr bringt eine Unruhe in die Geschichte, die mich beim Lesen stört. Wenn man zu der empfohlenen Altersgruppe gehört, ist einem das vermutlich völlig egal. Obwohl ich dagegen halten muss, dass die Hauptfiguren in ‚Fayra‘ und ‚Laqua‘ ebenfalls Kinder sind, die mich als Charaktere jedoch mehr für sich eingenommen haben als Tom, Fabio und Elín.

Aber ‚Silfur‘ ist für alle Nina Blazon Fans ein zu empfehlendes Buch, das man nicht bereut gelesen zu haben.

Vielen lieben Dank an cbt und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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„Winnie Puuh: Die schönsten Freundschaftsgeschichten“ gelesen von Roland Hemmo

der Hörverlag
Spieldauer: 1 Stunde und 13 Minuten
empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
Audio-CD: 7,95€

 

 

Der Lieblingsbär von Kindern und Eltern

Puuh, der weltberühmte und überall beliebte Bär, ist stets für ein Abenteuer zu haben. Die kurzen Geschichten aus dem Hundert-Morgen-Wald sind auch schon für die ganz kleinen Puuh-Fans geeignet. Der liebenswert-tollpatschige Bär und seine Freunde Christopher Robin, Tigger, I-Ah, Rabbit, Känga und Ruh sind immer füreinander da und erleben gemeinsam mal lustige, mal spannende Abenteuer.

Wer kennt sie denn nicht? Die Geschichten aus dem Hundert-Morgen-Wald rund um Winnie Puh und seine Freunde. Als Kind habe ich sie geliebt und nun bin ich an der Reihe, die Geschichten meinem eigenen Kind näherzubringen. Ein Hörbuch wird bei uns gern im Auto oder manchmal schon zum Frühstück gehört, insbesondere wenn der Start in den Tag und die Aussicht auf die Kita das Kind nicht gerade in Jubelrufe ausbrechen lassen. So ein Hörbuch bringt bei uns die nötige Ruhe rein und dann wird sogar das Brötchen gegessen.

„Winnie Puuh: Die schönsten Freundschaftsgeschichten“ enthält jeweils 4 Geschichten aus den Büchern:
„Die neuen Abenteuer von Winnie Puuh“
„Winnie Puuhs Freundschafts-Geschichten“ und
„Hoppla! Geschichten vom Ausprobieren mit Winnie Puuh“

Die Länge der einzelnen Geschichten ist für Kinder ab einem Alter von 3 Jahren absolut in Ordnung, nicht zu lang und nicht zu umfangreich.

Die Kurzgeschichten sind abwechslungsreich. Ob Rabbit, Tigger oder Ferkel, alle Bewohner des Hundert-Morgen-Waldes erleben ihr eigenes Abenteuer. Gelesen werden die Kapitel von Roland Hemmo, der schon seit 1997 DIE Erzählstimme von Winnie Puuhs Abenteuern ist. Er haucht den Figuren wie kein anderer Leben ein. Der ruhige, tiefe Klang seiner Stimme macht ihn einfach zu einem perfekten Märchenerzähler.

Ein bisschen Schade ist, dass zu Beginn der CD kein Lied eingespielt wird. Auch zwischen den Kurzgeschichten wäre eine kurze Melodie nett gewesen, um den Übergang zu gestalten. Plötzlich ist man mitten in einer neuen Geschichte und hat gar nicht so richtig mitbekommen, dass die andere vorüber war. Ansonsten kann ich das Hörbuch voll und ganz empfehlen.

Vielen lieben Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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