Terry Brooks: „Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 1. Heldensuche“

Terry Brooks
Blanvalet-Verlag
ISBN: 978-3734161391
9,99€

 

 

 

Der letzte Druide Allanon ist bereits seit drei Jahrhunderten tot. Inzwischen ist in den Vier Ländern Magie verboten, und die sogenannten Sucher verfolgen jeden, der ihre Gesetze missachtet. Da erhält Par Ohmsford von Allanons Schatten den Auftrag, das Schwert von Shannara zu finden und die Vier Länder von der Unterdrückung der Sucher zu befreien. Doch als er die mächtige Waffe endlich in den Händen hält, macht Par eine grausame Entdeckung – und steht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens. (Klappentext)

Für diesen Beitrag musste ich einiges recherchieren, schon während des Lesens und besonders jetzt im Nachhinein. Denn ich gestehe, mich hat schlicht das Cover angezogen wie das Licht die Motte. Den Klappentext habe ich vollkommen übergangen. Alles, was mir ins Auge sprang, war der große Schriftzug SHANNARA. Da knüpften die Synapsen in meinem Hirn sofort eine Verbindung: das war doch diese viel beworbene Serie auf Amazon Prime, von der ich sogar eins zwei Folgen gesehen hatte! Wegen der Jungdarsteller, deren schauspielerisches Talent mich leider nicht überzeugen konnte, bin ich aber ausgestiegen. Vielleicht wäre das Buch ja besser? Diese vermeintlich neue Ausgabe hat ja auch ein schöneres Cover. Hm. Ja. Mein Irrtum.

‚Die Erben von Shannara‘ ist der 4. Band der Shannara-Chroniken und gleichzeitig der Beginn einer neuen, eigenständigen Reihe. Die Handlung startet 300 Jahre nach dem Ende des 3. Bands. Dem Klappentext nach zu schließen, schien mir diese fortführende Geschichte vielversprechend und ich war wirklich willens, mich in diese Fantasy-Welt hineinzuversetzen. Aber leider konnte mich das Buch ganz und gar nicht fesseln. Zu einem großen Teil liegt das an Terry Brooks Schreibstil, der sich am besten mit langatmig und staubtrocken beschreiben lässt. Es fehlt an Witz und Schwung. Die Figuren sind farblose Gestalten, die unmotiviert durch die Handlung schlurfen. Gut, die Handlung bietet ja auch wenig Abwechslung.

Ich fühlte mich stellenweise an Tolkiens Herr der Ringe erinnert, was vermutlich daran liegt, dass häufig von den Gefährten die Rede ist. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen und schaffen einen Hauch der düsteren Atmosphäre. Kurz denkt man, jetzt ist man endlich in der Geschichte angekommen. Allerdings wäre eine Landkarte der ‚Vier Länder‘ wirklich nützlich gewesen. So ließ sich der Weg der Gefährten schlecht verfolgen und die vielen geografischen Beschreibungen verwirrten. Und damit war man aus der Handlung wieder raus.

Den größten Respekt habe ich vor der Schreibleistung als solche. 542 Buchseiten zu füllen, ist beachtlich.

Und sich durch sie hindurch zu quälen, finde ich noch viel beachtlicher.

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