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Christine Kugler: “(K)ein Puuups!”

Christine Kugler (Autorin/ Illustratorin)
Penguin Junior Verlag
Lesealter: ab 2 Jahre
14 Seiten
Pappbilderbuch: 11,00€

Ups, kein Pups!?

Prinz Johann hat ein drückendes Problem: Sein Bauch zwickt und zwackt, er muss dringend pupsen! Einhorn, Ungeheuer, Pirat und Hexe haben viele Tipps auf Lager, doch nichts hilft. Wie gut, dass Prinzessin Gwendolin ihn auf dem Trampolin ein wenig ablenken kann. Da pupst es sich plötzlich ganz von alleine! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann pupsen sie noch heute … (Klappentext)

Alltagsnahes Problem witzig verpackt

Ein Kinderbuch über Pupse. Das klingt für manche Eltern vielleicht nach einer waghalsigen Gratwanderung zwischen Klamauk und Geschmacklosigkeit. Christine Kugler gelingt es mit „(K)ein Puuups!“, die Sache erstaunlich charmant zu verpacken.

Im Mittelpunkt steht Prinz Johann, der nach einem üppigen Mittagessen mit Bohnen, Rosenkohl und Lauch ein drückendes Problem hat: Er möchte pupsen, doch es klappt einfach nicht. Auf seiner Suche nach Erleichterung trifft er auf verschiedene Figuren, die ihm gut gemeinte Ratschläge geben. Doch egal, was er versucht, das große „Pffffft“ lässt auf sich warten. Erst, als er mit Prinzessin Gwendolin auf dem Trampolin hüpft, löst sich das Problem wie von selbst.

Die Reime sind eingängig und haben einen Rhythmus, der sich beim Vorlesen ganz von allein ergibt. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, laut loszulachen. Und meine Kinder waren ebenfalls mit Begeisterung dabei. Gerade weil das Thema so „alltagsnah“ ist, kommt die Geschichte bei ihnen hervorragend an. Kinder ab zwei Jahren verstehen natürlich nicht alle Feinheiten, aber sie lieben die Wiederholung des Wortes „Pups“ und zerkringeln sich über die Geräusche, die sich beim Vorlesen fast automatisch einschleichen.

Die Illustrationen sind farbenfroh, klar und humorvoll, ohne ins Geschmacklose abzurutschen. Obwohl es hier um ein sehr körperliches Thema geht, bleibt die Darstellung kindgerecht. Es gibt keine peinlichen Bilder, sondern kleine Szenen, die eher mit Augenzwinkern arbeiten.

Natürlich muss man als Elternteil wissen, worauf man sich einlässt. Nach der Lektüre ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass „Furz“ zum neuen Lieblingswort wird und das dazugehörige Geräuschspiel über Stunden anhält. Wer damit leben kann, findet in diesem Buch eine kurzweilige und sehr lustige Vorlesegeschichte. Das Buch nimmt ein Thema auf, das Kinder ohnehin fasziniert und das im Alltag ständig vorkommt. Statt es peinlich zu verschweigen, macht die Autorin daraus eine kleine, gereimte Geschichte, die für Lacher sorgt und gleichzeitig zeigt, dass alle Körper manchmal ein Eigenleben haben.

Wie ich finde, ein freches, witziges Pappbilderbuch, das mit Reimen und Illustrationen überzeugt. Für Familien mit Humor und Gelassenheit ist es ein Riesenspaß.

Vielen lieben Dank an Penguin Junior für dieses sehr unterhaltsame und lehrreiche Buch! 😉

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