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ab 12 Jahre für junge Erwachsene Jugendliteratur Rezensionen

Dagmar Bach: “Zimt – Auf den ersten Sprung verliebt” (Zimt Staffel II, Band 1)

Dagmar Bach
Fischer KJB
empfohlenes Alter: ab 12 Jahre
gebundenes Buch: 18,00€

Meine vertauschten Welten

In meinem Leben ist die Hölle los. Nicht nur hab ich Herrn Vampi (alias der fieseste Lehrer aller Zeiten) am Hals, sondern seit Kurzem ist es wieder passiert: Ich springe in eine andere Welt und tausche mit meinem anderen Ich die Rollen. Das findet ihr cool? Na, dann habt ihr mit meinem Freund Konstantin etwas gemeinsam. Aber dass sich unsere Parallelversionen ständig beim Küssen erwischen lassen – peinlicher geht’s ja wohl nicht mehr! Doch all das wird unwichtig, als jemand uns in der anderen Welt eine fiese Falle stellt. Denn jetzt wird es für Konstantin und mich gefährlich, und zwar nicht nur für unsere Liebe. Glaubt mir, ich habe keine Ahnung, wie ich das zwischen den Welten wieder hinbiegen soll – wo ich nicht einmal genau weiß, was gerade mit uns geschieht… (Klappentext)

Ab der ersten Seite verliebt

Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich von einer Buchreihe eine 2. Staffel erlebe. Wenn es sich dabei auch noch um eine meiner Lieblingsbuchreihen handelt, ist das natürlich ein absoluter Glücksmoment. Falls ihr Zimt-Neulinge seid, empfehle ich euch, mit dem ersten Band “Zimt und weg” zu beginnen. Ja, die 2. Staffel versteht man irgendwie auch ohne Vorkenntnisse. Aber warum mittendrin einsteigen, wenn es diese schöne erste Trilogie gibt? Gönnt euch am besten sämtliche Bände. Die Zimt-Bücher sind durchweg lesenswert. Auch wenn man nicht mehr ganz so jugendlich ist.

Worum geht es? Als kleines Kind hat Vicky Bonbons ihrer Wissenschaftlter-Tante Polly genascht, die leider keine harmlosen Süßigkeiten waren. Die Bonbons bewirken, dass Vicky immer wieder in Parallelwelten springt und mit ihrem Parallel-Ich die Plätze tauscht. Chaos vorprogrammiert.

In der 2. Staffel wird es viel turbulenter, gefährlicher und auch ein bisschen ernsthafter. Die Autorin legt wirklich an allen Fronten eine Schippe drauf. Vicky und Konstantin werden erwachsener, ihre Beziehung wird intensiver und auf eine harte Probe gestellt. Das Parallel-Vicky-Konstantin-Gespann ist daran nicht ganz unschuldig – und bislang die unangenehmste Version der beiden. Außerdem erscheint ein neuer Gegenspieler auf der Bildfläche, den es nicht zu unterschätzen gilt. Parallel-Finn unterscheidet sich von seiner Version in Vickys Welt wie der Tag von der Nacht. Welchen perfiden Plan er verfolgt, ist ein großes Rätsel.

Dann steht ein weiteres Großereignis an: Tante Pollys Hochzeit mit ihrem Frank. Und sie wäre nicht Polly, wenn sie nicht ganz eigene, spezielle Vorstellungen von ihrem Hochzeitstag hätte. Sehr zum Unmut von Vickys Mum, die es doch viel lieber klassisch mag. Um das Durcheinander zu komplettieren, sorgen die Großeltern für ordentlich Ärger. Das könnt ihr euch nicht vorstellen!

Fortsetzungen sind ja eine heikle Angelegenheit. Nicht jeder mag sie. Manche fragen sich auch, ob sowas überhaupt notwendig ist. Bei der 2. Zimt-Staffel lautet mein Fazit: Oh, ja! Diese Fortsetzung ist absolut notwendig. Und sie ist grandios gelungen.

Ich war von Anfang an zurück im B&B, als wäre ich nie weg gewesen. Das Widersehen mit den vielen vertrauten Figuren in der wohlbekannten Umgebung fühlt sich an wie Heimkommen. Dagmar Bach hat den Zauber der ersten Zimt-Reihe perfekt aufgegriffen und führt ihn konstant fort. Ihr Schreibstil ist leicht, die Handlung fesselnd; beides zusammen bewirkte, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Was für ein großes Glück, dass es ganz bald eine Fortsetzung geben wird!

Ich bedanke mich bei Dagmar Bach und LovelyBooks, dass ich Teil der Leserunde sein durfte!

Die 1. Zimt-Staffel

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ab 12 Jahre Fantasy Jugendliteratur Rezensionen

Christopher Tefert: “Das Vermächtnis der Vier”

Christopher Tefert
Pinguletta Verlag
empfohlenes Alter: ab 12 Jahre
14,00€

Ein Fantasy-Roman über die Magie der Freundschaft

Windemere – geheimnisvoller Berg inmitten eines glitzernden Sees und Hauptstadt eines fantastischen Reichs. Tief in seinem Inneren birgt er ein uraltes Vermächtnis: Der Ewige will leben und sucht nach Verbündeten.

Auf der Flucht vor Verrat leistet Prinzessin Patrizia einen Schwur, der das Schicksal des Königreichs für immer verändern wird. Doch bei ihrer Aufgabe braucht sie dringend Hilfe. Der junge Schäfer Oni kommt nach Windemere, um seine kleine Schwester zu retten. Eine freundliche Geste wird ihm zum Verhängnis und er gerät in einen Strudel gefährlicher Ereignisse.

Eine waghalsige Reise voller Abenteuer, Freundschaft und Hoffnung beginnt – in einem Land, in dem Magie verboten ist und die Götter auf ewig Wache halten. (Klappentext)

Freundschaft in einem magischen Reich

Der junge Schäfer Oni trifft in der Hauptstadt Windemere ein. Eigentlich ist er auf der Suche nach seiner Schwester, doch dann gerät er in die Mühlen der Inquisition und wird verhaftet. Zur selben Zeit deckt Prinzessin Patrizia einen Verrat gegen die Königsfamilie auf. Sie selbst kann nur ganz knapp entkommen. Auf ihrer Flucht leistet sie notgedrungen einen Schwur, der den Untergang des gesamten Königreichs bedeuten kann. Zusammen mit Oni macht sie sich auf zu einer abenteuerlichen Reise voller Gefahren, Feinden, aber auch Verbündeten.

Der Autor lässt uns teilhaben an einer märchenhaften Welt, die er so detailreich beschreibt, dass man sich beim Lesen unmittelbar in ihr befindet. Zu Beginn des Buches gibt es eine Einführung, die allein schon voll poetischer Sprachgewandtheit steckt. Dieser Erzählstil setzt sich im Buch fort, wird aber auch immer wieder aufgelockert durch Schlagabtausche zwischen den Figuren.

Die Charaktere könnten kontrastreicher kaum sein. Oni als der ruhige, unerschütterliche Gegenpol zu Trisha, die sich eher impulsiv und waghalsig ins Abenteuer stürzt. Auch ihre Reisegefährten sind hochfaszinierende Gestalten, über die allein schon ganze Romane verfasst werden können. Sie alle auf ihrer spannenden und gefahrvollen Reise zu begleiten, war ein absolutes Vergnügen.

Fazit: ein gelungener Auftakt dieser Fantasyreihe, die allen Fans des Genres ans Herz zu legen ist.

Vielen Dank an Pinguletta, dass ich das Buch lesen durfte! Und für den super süßen Schokopinguin.

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ab 12 Jahre Fantasy Jugendliteratur Rezensionen

Gesa Schwartz: “Emily Bones: Die Stadt der Geister”

Gesa Schwartz
cbt Verlag
empfohlenes Alter: ab 10 Jahre
gebundenes Buch: 15,00€
Taschenbuch: 10,00€

Emily glaubt zu träumen, als sie sich eines Nachts in einem Grab wiederfindet. Aber es ist kein Traum. Entsetzt stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof Père-Lachaise herumspuken muss. Doch sie denkt gar nicht daran, sich damit abzufinden. Denn sie ist keines natürlichen Todes gestorben, und fortan hat Emily nur noch ein Ziel: Sie will ihren Mörder finden und sich das Leben zurückholen, das er ihr gestohlen hat. Das ist allerdings selbst für einen Geist viel gefährlicher, als Emily es je für möglich gehalten hätte… (Klappentext)

Schauergeschichte, die begeistert

Dies ist ein Buch, mit dem ich schon lange geliebäugelt habe. Jetzt endlich habe ich es gelesen und fand mich super unterhalten.

Die Geschichte setzt sofort spannend ein, denn Emily erwacht in ihrem eigenen Grab, aus dem sie sich befreien muss. Zunächst hält sie alles für einen makabren Scherz. Doch die Wahrheit ist, Emily wurde ermordet. Als Untote ist sie nun Teil der Anderswelt auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise. Sobald die Nacht anbricht, verwandelt sich der Friedhof in ein magisch-schillerndes Reich. Habt ihr Coco gesehen? Hat mich ganz stark an diesen Film erinnert. Der Friedhof ist ein Rückzugsort für all die untoten Seelen und Geister. Doch es herrschen strenge Regeln und noch viel strengere Strafen für all jene, die sich über diese Regeln hinwegsetzen.

Emily kann nicht akzeptieren, was ihr zugestoßen ist. Sie ist wild entschlossen, zu ihrer Schwester zurückzukehren. Immerhin besteht eine Chance, sich ihr Leben zurückzuholen, das von niemand geringerem als Asmaron, einem gefürchteten Krieger des Fürsten der Finsternis Dhragar gestohlen wurde. Mit Hilfe eines uralten Vampirs lässt sich Emily zur Kriegerin ausbilden. Keine leichte Aufgabe…

Auf dem Friedhof geht es herrlich skurril und schaurig zu. Tim Burton müsste sich auf dieses Buch stürzen wollen, um es verfilmen zu dürfen, oder? Emily in ihrem fürchterlichen Halloweenkostüm ist manchmal unfreiwillig komisch. Sie ist schlagfertig, ironisch, ehrgeizig und so sympathisch unperfekt. Eine Romanheldin ganz nach meinem Geschmack.

Wer Bücher von Gesa Schwartz kennt, merkt schnell, dass ihr Schreibstil in diesem Buch irgendwie abgespeckt wirkt. Ist halt angepasst an das Leseniveau ab 10 Jahre. Die häufigen Wortwiederholungen hätten vermieden werden können und manche Stellen sind zu langatmig geschrieben. Auch der Endkampf zieht sich. Am Ende des Buches habe ich mich dennoch großartig unterhalten gefühlt. Die Charaktere und die Atmosphäre überzeugen. Die Handlung ist vielschichtig und spannend.

Vielen, vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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ab 12 Jahre Fantasy Jugendliteratur Kinderbücher Kinderbücher ab 12 Jahre Rezensionen

Jan Nöbel: “Die Reise des Königs: Das Lächeln” Band 2

Jan Nöbel
BoD
empfohlenes Alter: 12 Jahre und älter
15,99€

Die Suche nach den Königskindern geht weiter! Die vier Freunde Basco, Fea, Koro und Jindari müssen in der Zwergenmine nur eine Laterne anfertigen, um die Reise mit dem König fortsetzen zu können. Doch ihr Verfolger Fineas hat die Jagd nicht aufgeben. Er will den König um jeden Preis töten. Und mit Fineas naht ein alter, mächtiger Feind.

Die Reise des Königs – Das Lächeln, erzählt die Geschichte des ersten Bandes weiter und nimmt den Leser mit zu neuen, faszinierenden Orten. (Klappentext)

Die Reise des Königs geht weiter…

… und zwar noch fantastischer und spannender als im ersten Teil. Es heißt ja immer, zweite Bände seien die schwierigsten, weil sie das Bindeglied zwischen dem ersten und letzten Teil darstellen. Von Schwierigkeiten kann hier absolut keine Rede sein. Auch nicht von  langen erklärenden Passagen, die nur den einen Zweck haben, die Handlungsstränge zu einem fulminanten Ende zu verzwirbeln. Die Geschichte geht mit einem stetig anhaltenden Spannungsniveaus weiter und wegen des bildhaften Erzählstils ist man die ganze Zeit mitten drin.

 Wie bereits in Band eins, wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven der Charaktere erzählt. Dadurch lernen wir Basco, Fae, Koro und Jindari noch besser kennen. Mir persönlich gefallen alle Vier unglaublich gut. Sie unterscheiden sich so sehr voneinander und passen doch so gut zusammen. Besonders unterhaltsam sind die witzigen Schlagabtausche zwischen ihnen. Eine bessere Reisegesellschaft als diese Vier kann ich mir gar nicht vorstellen.

Der Schreibstil ist geprägt von wunderbar bildhaften Beschreibungen mit viel Liebe fürs Detail. Auf die Art gelingt es dem Autor eine fantastisch schillernde Welt zu erschaffen, die einen verschlingt und aus der man ungern wieder auftauchen mag. Die Handlung ist turbulent, fesselnd und unterhaltsam.

Für Fantasy-Fans ist ‚Die Reise des Königs‘ generell ein absolutes Muss! Band zwei ist eine gelungene Fortsetzung, die den ersten Teil sogar noch toppt und viel Stoff für den nächsten Band verspricht.

Vielen lieben Dank Jan für das Rezensionsexemplar! Es war wieder eine Freude das Alte Reich zu erkunden.

Hier findet ihr meine Rezension zu “Die Reise des Königs – Das Alte Reich” Band 1

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ab 12 Jahre Jugendliteratur Rezensionen

Beth Garrod: “Mega Awkward – Voll peinlich, aber gut drauf”

Beth Garrod
cbt Verlag
empfohlenes Alter: ab 12 Jahre
9,99€

LEBEN gegen SELBSTACHTUNG: 1 zu 0

Die 15-jährige Bella ist die Größte – wenn es darum geht, ihr Leben zu versemmeln. Prädestiniert durch ein Mundwerk, das ihrem Hirn nicht gehorcht, und die Fähigkeit, sich binnen Sekunden vor jedem Typen bis auf die Knochen zu blamieren. Doch als sie Zac kennenlernt, steht für Bella fest, er MUSS sie zum Schulball begleiten. Dem entgegen steht allerdings ein Geheimnis, das so mega-awkward ist, dass Bella bei ihrem Hirn am liebsten auf »delete« drücken würde. Was kann da also noch schiefgehen? Oh, ja, genau: absolut alles! (Klappentext)

Der Peinlichkeiten zu viel

Nahtlos schliddert Bella von einer Peinlichkeit zur nächsten. Zeit zum Luftholen bleibt dem Leser zwischendurch wenig. Es wird peinlich, peinlicher, am peinlichsten. Da aus jeder Situation das Maximum an Peinlichkeit herausgepresst werden musste, wirkt die Geschichte für meinen Geschmack extrem konstruiert und künstlich. Dementsprechend schwer fiel es mir, mich in die Protagonistin hineinzuversetzen und sie sympathisch zu finden oder mit ihr mitzufühlen. Leider trug auch der Schreibstil nicht gerade dazu bei, mir den Einstieg in die Handlung zu erleichtern. Er sollte jugendlich und spritzig wirken, doch die sprunghaften Gedankengänge aus Bellas Sicht waren übertrieben, widersprüchlich und verwirrend.

Vermutlich habe ich zu sehr damit gerechnet, etwas Vergleichbares wie die Fernsehserie „Awkward“ zu lesen zu bekommen. Die ähnlichen Titel lassen da ja schon einige Schlüsse zu und es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass es einige wenige Parallelen gibt. In der Serie verarbeitet die ebenfalls 15-jährige Hauptfigur ihre Alltagssorgen in einem Internetblog. Auch ihr Leben strotzt vor Peinlichkeiten und Missverständnissen. Jedoch wird das Thema in der Serie um einiges humorvoller und raffinierter verarbeitet als im Buch. Bei „Mega Awkward“ fehlt mir die Geschmeidigkeit einer wirklich durchdachten Handlung. Bella plumpst von einem Fettnäpfchen ins nächste. Es ist, als würde man jemandem zuschauen, der rückwärts eine Treppe hinunterfällt. Man weiß schon, wie es nach dem nächsten Absatz weitergeht. Es reicht einfach nicht, eine übertrieben komische Situation an die andere zu reihen. Da ich mich wirklich auf das Buch gefreut habe, war meine Enttäuschung natürlich groß. Aber vielleicht war meine Erwartungshaltung eine andere, weil ich nach Ähnlichkeiten mit der Serie gesucht habe.

Am Ende noch ein Dankeschön an den Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars!

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ab 12 Jahre Jugendliteratur Rezensionen

Jessica Brody: “Eine Woche voller Montage”

Jessica Brody
cbt Verlag
empfohlenes Alter: ab 12 Jahre
9,99€

Ellie erlebt den schrecklichsten Montag aller Zeiten.

Eine Katastrophe jagt die nächste, und als wären Pech und Peinlichkeiten nicht schon genug, macht auch noch ihr Freund Tristan aus heiterem Himmel mit ihr Schluss! Ellie hat nur einen Wunsch: Alles noch mal auf Anfang mit diesem miesen Montag! Tja, und am nächsten Morgen ist er dann da: der Montag. Und alles geht wieder von vorne los. Und dann noch einmal und noch einmal. Und mittendrin Ellie auf der Suche nach dem ultimativen Happy End … (Klappentext)

Und täglich grüßt der Montag …

„Eine Woche voller Montage“ war meine Urlaubslektüre in diesem Sommer und hat mich ideal unterhalten. Es ist sozusagen leichte Kost, ein flotter Jugendroman, der kein zu tiefgründiges Thema bereithält, aber auch nicht langweilig wird.

Nachdem Ellie einen Montag durchlebt hat, an dem alles schiefging, was nur schiefgehen konnte, geschieht das, was wir uns vermutlich selbst manchmal wünschen würden: Der Tag beginnt noch einmal von vorn und für Ellie bietet sich die Gelegenheit, ihre Fehler vom ersten Montag auszubessern. Doch das ist leichter gesagt als getan. Ellie bemüht sich nach Leibeskräften, es allen Menschen in ihrem Umfeld rechtzumachen. Sie verbiegt und verändert sich, vor allem, um ihren Freund Tristan daran zu hindern, mit ihr Schluss zu machen. Die Entwicklung, die Ellie im Laufe all dieser Montage durchmacht, ist wirklich unterhaltsam und auch nachvollziehbar. Anfangs möchte sie natürlich den Montag erschaffen, an dem alles wie geschmiert läuft. Denn dann müsste es doch endlich Dienstag werden, oder? Nach einigen gescheiterten Versuchen, gelingt Ellie das Meisterstück: der ideale Montag. Doch trotzdem beginnt am nächsten Morgen alles wieder von vorn. Verständlich, dass Ellie zunehmend frustrierter wird und beginnt sämtliche Wege auszutesten, um aus dieser Spirale auszubrechen.

Als Hauptfigur ist Ellie sehr sympathisch und glaubwürdig dargestellt. Sie ist ein junges Mädchen, das dem Erwartungsdruck durch Schule, Eltern und Freunde ausgesetzt ist. Ständig ist sie bestrebt, bloß keine Fehler zu machen, alle Erwartungen und Aufgaben zur Zufriedenheit anderer zu erfüllen, bis sie sich selbst in all diesen Pflichten verliert. In dieser Woche voller Montage lernt Ellie, zu sich selbst zu finden und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Es macht sehr viel Spaß, ihr auf diesem Weg zu folgen.

Die Handlung ist vielleicht nicht die abwechslungsreichste und mancher Montag hätte ein wenig überraschender verlaufen können, doch insgesamt ergibt das Buch eine in sich stimmige Struktur. Es unterhält, und das ist doch am Wichtigsten.

Vielen lieben Dank an den Verlag, dass ich das Buch zu Rezensionszwecken lesen durfte!