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Skye McKenna: “Cassandra Morgan – Der goldene Schlüssel”(Band 1)

Skye McKenna (Autorin)
Viktoria Gavrilenko (Illustratorin)
Ravensburger Verlag
Lesealter: ab 10 Jahren
416 Seiten
Gebundenes Buch: 15,99€

Mächtige Hexen schützen England vor den fantastischen Wesen aus dem Land Faerie. Doch hüte dich davor, den Wald zwischen den Reichen zu betreten …
Cassandra Morgan hat es geahnt: Die Geschichten in ihren Büchern sind nicht nur Märchen. Was sie jedoch nicht wusste: Sie gehört einer Familie von Hexen an. Mit dem Umzug nach Hartwood Hall, in das Haus ihrer Tante, beginnt für Cassandra ein Leben voller Magie. Sie findet jedoch schnell heraus, dass sie das einzige Verbot, das ihre Tante ausgesprochen hat, übertreten muss, wenn sie ihre verschollene Mutter wiederfinden will: Sie muss in den gefährlichen Wald an der Grenze zum Land Faerie …
(Klappentext)

Fantasy für Jung und Alt

Cassandra Morgan startet nicht gerade mit Rückenwind ins Leben. Ein trostloses Internat, eine Mutter, die seit Jahren verschwunden ist, und dann auch noch die Nachricht, dass sie offiziell für tot erklärt wurde. Als Cassandra kurz davorsteht, im nächsten Waisenhaus zu landen, bleibt ihr nur die Flucht – und ein merkwürdiger Schlüssel, den ihre Mutter ihr einst anvertraut hat. Ab diesem Moment kippt die Geschichte sehr schnell von realistischer Tristesse in eine Welt, in der Märchen ziemlich reale Gefahren bergen.

Der Umzug nach Hartwood Hall zu Tante Miranda bringt zwar ein Dach über dem Kopf, aber keine Geborgenheit. Miranda ist kühl, streng und Hexe mit klaren Regeln. Die wichtigste davon lautet, den Wald zwischen den Welten nicht zu betreten. Dass Cassandra genau dieses Verbot missachtet, ist wenig überraschend, schließlich treibt sie die Suche nach ihrer Mutter an, und Antworten scheint es nur jenseits der Grenze zu geben.

Der Wald, der an Faerie grenzt, ist düster, unberechenbar und bevölkert von Wesen, bei denen man nie sicher sein kann, ob sie helfen oder schaden wollen. Goblins, sprechende Tiere, seltsame Wächter und uralte Magie sorgen dafür, dass jede Begegnung eine gewisse Spannung mit sich bringt.

Cassandra selbst ist keine makellos schillernde Heldin, die auf Anhieb als begabte Hexe brilliert. Sie handelt oft impulsiv, ignoriert Warnungen und bringt sich wiederholt in Gefahr. Aber das passt zu ihrer Situation: Sie ist allein, verzweifelt und klammert sich an die Hoffnung, ihre Mutter zu finden. Aber sie ist auch loyal, offenherzig und eine gute Freundin.

Die Geschichte wird von zahlreichen Nebenfiguren besiedelt, die aber nicht alle gleich stark ausgearbeitet sind. Tante Miranda bleibt lange schwer greifbar. Ihr Verhalten wirkt distanziert, teilweise sogar herzlos, und erst spät bekommt man eine Ahnung davon, was sie innerlich bewegt. Das sorgt für Reibung, lässt aber auch Fragen offen. Deutlich wärmer fallen die Freundschaften aus, die Cassandra im Laufe der Geschichte knüpft – allen voran zu Rue.

Der Plot hält einige Wendungen bereit, die man nicht kommen sieht. Intrigen, falsches Vertrauen und moralisch fragwürdige Entscheidungen spielen eine größere Rolle, als man es von einer Fantasygeschichte ab zehn Jahren vielleicht erwarten würde. Gleichzeitig bleiben manche Aspekte bewusst vage. Über Faerie selbst erfährt man nur bruchstückhaft etwas, was klar neugierig macht, aber auch ein wenig unbefriedigt zurücklässt.

Auch handwerklich ist das Buch auf junge Vielleser:innen zugeschnitten: kurze Kapitel, große Schrift und eine klare Struktur sorgen dafür, dass sich die rund 400 Seiten erstaunlich flott lesen. Die Ausstattung ist hochwertig, mit verziertem Cover, bedrucktem Buchschnitt und kleinen Illustrationen zu Kapitelbeginn, die gut zur Stimmung passen.

„Der goldene Schlüssel“ ist ein spannender Auftakt. Die Geschichte hat Ecken und Kanten, lässt bewusst Fragen offen und traut sich, ihre junge Protagonistin Fehler machen zu lassen. Wer Geschichten über Hexen, geheimnisvolle Wälder, ungelöste Familienrätsel und Mut mag, wird hier gut abgeholt. Ich bin sooooo neugierig auf das, was Cassandra als Nächstes erwartet.

Ein herziges Dankeschön an den Verlag und Grüße an die Leserunde auf LovelyBooks!

Auf Nachschub muss man zum Glück nicht lange warten

Band 2 erscheint am 1. März 2026

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Jordan Lees: “Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen”

Jordan Lees (Autor)
Vivienne To (Illustratorin)
Penguin Junior Verlag
Lesealter: ab 9 Jahre
480 Seiten
Gebundenes Buch: 17,00€

“Alles begann mit dem Riss in der Wand …

Benjamiah liebt es, seiner Oma in der Buchhandlung auszuhelfen. Er glaubt an Wissenschaft, Logik und die Macht der Vernunft. Er glaubt nicht an Magie. Doch als er mit der Post ein mysteriöses Geschenk erhält, wird er in die Parallelwelt von Winkelwald geführt, wo sich dunkle Geheimnisse in einem riesigen Straßenlabyrinth verbergen, aus dem es kein Entkommen gibt. Zusammen mit Elizabella, von deren Vater er in dem fremden Ort aufgenommen wird, nimmt er eine Reihe von magischen Prüfungen auf sich, um das Verschwinden ihres Zwillingsbruders aufzuklären. Er hofft dabei, mit Hilfe der Flüsterflammen selbst einen Weg aus Winkelwald zurück nach Hause zu finden. Vor Elizabella und Ben liegt eine gefährliche Suche nach der Wahrheit. (Klappentext)

Eine kluge und ein bisschen unheimliche Fantasygeschichte

Whisperwicks ist eine Geschichte, die etwas Zeit braucht, um sich zu entfalten und eventuell auch, um zu fesseln. Benjamiah Creek (ständig bin ich über diesen und andere Namen gestolpert) ist kein klassischer Heldentyp. Er glaubt an Logik, Wissenschaft und Beweise, nicht an Zauberei oder unerklärliche Dinge. Umso größer ist sein Erstaunen, als er in die Parallelwelt Winkelwald gerät.

Winkelwald ist eine merkwürdige, teils düstere Welt. Sie erinnert ein bisschen an ein viktorianisches Labyrinth aus Licht und Schatten, in dem jedes Geräusch zu viel bedeutet und jede Abzweigung ein neues Geheimnis birgt. Jordan Lees hat eine Atmosphäre geschaffen, die einen sofort gefangen nimmt, aber nicht durch laute Effekte, sondern durch das leise Unbehagen, das zwischen den Zeilen mitschwingt. Man spürt förmlich, dass in dieser Welt etwas nicht stimmt.

Die Figuren sind glaubwürdig und vielschichtig. Benjamiah ist neugierig, etwas unbeholfen, aber sehr sympathisch. Er will verstehen, nicht einfach glauben, und genau das bringt ihn ständig in Schwierigkeiten. Elizabella (noch so ein Name), die ihn zunächst abweisend behandelt, zeigt schnell, dass hinter ihrer Schroffheit Verletzlichkeit steckt. Ihre Gegensätze sorgen für Reibung, aber auch für Entwicklung. Vor allem ihre Freundschaft wächst sehr natürlich.

Inhaltlich balanciert das Buch geschickt zwischen Abenteuer und Nachdenklichkeit. Es geht um Mut, um Vertrauen, aber auch um die Frage, was wir für „wahr“ halten. Benjamiah, der sich so sehr an Fakten klammert, muss lernen, dass Wissen und Intuition sich nicht ausschließen.

Das Erzähltempo bleibt ausgeglichen ruhig, stellenweise für meinen Geschmack leider auch ein bisschen zäh. Lees schreibt bildhaft und lässt manches Geheimnis bewusst offen, um die Spannung zu erhöhen. Für mich hätte der Erzählfluss ruhig etwas dichter sein können. Die wenigen Illustrationen sind aber gut gewählt und unterstützen die Stimmung.

Für Kinder ab etwa elf Jahren ist das Buch eine anspruchsvolle, aber lohnende Lektüre. Wer klassische Abenteuer mag, wird hier vielleicht überrascht sein. Whisperwicks ist komplexer, leiser und stellenweise doch recht melancholisch. Gleichzeitig vermittelt es Hoffnung und Zusammenhalt.

Am Ende bleibt der Eindruck einer Geschichte, die viel größer wirkt, als sie erzählt wird. Whisperwicks ist ein schöner, atmosphärischer Reihenauftakt. Geheimnisvoll, ein bisschen unheimlich, aber mit viel Herzblut erzählt.

Ein riesengroßes Dankeschön an Penguin Junior und dieses magische Rezensionsexemplar!

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ab 14 Jahre Fantasy für junge Erwachsene Jugendliteratur Rezensionen Romane

Jonathan Stroud: “Scarlett & Browne – Die Legendären” (Die Scarlett-&-Browne-Reihe, Band 3)

Jonathan Stroud (Autor)
cbj Verlag
Lesealter: ab 14 Jahre
448 Seiten
Gebundenes Buch: 22,00€

Das berüchtigte Duo Scarlett & Browne auf seinem Siegeszug!

Albert und Scarlett rauben sich nun schon eine ganze Zeit lang quer durch die Sieben Königreiche des geplagten Englands, ohne geschnappt zu werden. Und das ist gar nicht so einfach, denn ihre tolldreisten Raubzüge haben Heerscharen von Milizionären auf ihre Spur gebracht. Doch mittlerweile haben die beiden nach und nach Verbündete gewonnen, die ihnen helfen wollen, die Schreckensherrschaft der Glaubenshäuser zu beenden. Das ist alles nicht die einzige gewaltige Aufgabe, die sie sich vorgenommen haben. Sie wollen auch noch versuchen, Scarletts verschollenen Bruder zu finden. Aber wie groß ist die Chance, dass ein kleiner Junge in einer Welt voller wilder Bestien und grausamer Eiferer überlebt hat? (Klappentext)

Ein Ende mit Wucht, aber fehlender Leichtigkeit

Jonathan Stroud versteht es wie kaum ein anderer, Figuren in eine kaputte Welt voller Gefahren zu stellen und ihnen trotzdem Charme und Schlagfertigkeit mitzugeben. Genau das hat die ersten beiden Bände von Scarlett & Browne so besonders gemacht: Trotz düsterer Kulisse wirkte die Geschichte quicklebendig. Im Finale ist von dieser Leichtigkeit für mein Empfinden etwas weniger übriggeblieben.

Der dritte Band ist groß gedacht. Es gibt neue Gegner, unerwartete Allianzen und eine Suche, die tief in Scarletts Vergangenheit reicht. Die Abschnitte über ihren Bruder Thomas haben mir gefallen, weil sie die Handlung erweitern und einen anderen Blickwinkel eröffnen. Gleichzeitig ziehen sie die Erzählung etwas in die Länge und die eigentliche Dynamik zwischen Scarlett und Albert gerät etwas ins Hintertreffen. Stroud hat seine Figuren bewusst reifen lassen. Scarlett bleibt zwar diejenige, die schneller schießt als nachdenkt, doch ihr Blick auf den Bruder, den sie längst verloren glaubte, zeigt eine verletzliche Seite, die man bisher nur ahnen konnte. Albert wiederum ist weniger der trottelige Mitläufer, sondern gewinnt an Eigenständigkeit. Er bleibt charmant unbeholfen, aber man spürt, dass er in all den Kämpfen auch gewachsen ist.

Auch wenn die Dialoge gewohnt bissig sind und manche Szenen vor Energie nur so sprühen, wirkte der Band für mich schwerfälliger. Der Humor, der zuvor das Gegengewicht zur Härte dieser Welt bildete, ist spärlicher gesät. Stattdessen häufen sich Action und Dramatik, vor allem im Showdown.

Trotzdem bleibt es ein gelungener Abschluss. Stroud führt seine Figuren konsequent zu einem Ende, das nicht alles glattbügelt, aber den Kern der Reihe würdigt: zwei ungleiche Helden, die sich durch eine zerrüttete Welt schlagen und dabei unerschütterlich sie selbst bleiben.

Kennst du schon die anderen Bände von Scarlett & Browne?

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Markus Heitz: “Irida und die Stadt der Geheimnisse”

Markus Heitz (Autor)
Max Meinzold (Illustrator)
Oetinger Verlag
Lesealter: ab 10 Jahren
368 Seiten
Gebundenes Buch: 18,00€

Ein Abenteuer, das alles verändert

Im beschaulichen Städtchen Hohenburg überschlagen sich die Ereignisse: nächtliche Schatzgräber, ein geheimnisvoller goldener Schlüssel und ein Vermisster in den düsteren Schlossberghöhlen! Gemeinsam machen sich Irida und ihre besten Freunde, die “Furchtlosen”, auf die Suche nach Antworten – und kommen einer verborgenen Anderswelt auf die Spur. Sind hier dunkle Mächte am Werk? Wem kann man noch trauen? Bald erkennt Irida, dass es auch um sie geht – und um ein Familiengeheimnis, von dem sie bisher nichts geahnt hat.

Der fulminante Reihenauftakt in eine fantastische Welt voller Wunder, magischer Wesen und Zauberkräfte – meisterhaft erzählt von Markus Heitz. (Klappentext)

Schön anzusehen – nur fehlt der Zauber im Inneren

Wenn man „Irida und die Stadt der Geheimnisse“ zum ersten Mal in die Hand nimmt, hat man sofort das Gefühl, ein kleines Schmuckstück entdeckt zu haben. Hardcover, fantastischer Buchschnitt, stimmungsvolles Cover. Das Buch schreit regelrecht „Lies mich!“. Also habe ich mich in den Lesesessel gesetzt, Tee eingeschenkt, die Erwartungen hochgedreht und bin dann etwas unsanft gelandet. Inhaltlich hatte ich auf ein stimmiges Leseerlebnis gehofft, wurde aber nicht vollständig überzeugt.

Die Figuren treten von Beginn an als fertiges Gesamtkunstwerk auf. Das Aussehen, Eigenheiten und Rollen innerhalb der Gruppe stehen fest, ohne dass sie sich organisch entwickeln. Diese Fülle und Vielfalt an Details fand ich etwas erschlagend und ließen bei mir auch keine Nähe zu den Figuren aufkommen. Verstärkt wurde der Abstand durch den starken Fokus auf Äußerlichkeiten – Kleidung, Aussehen, Gegenstände – während Gedanken und Gefühle oft blass bleiben.

Dabei hat die Grundidee viel Potenzial: eine Außenseiterin mit eigenen Unsicherheiten, eine eingeschworene Clique, rätselhafte Vorkommnisse in einer Kleinstadt, über der ein Hauch von Magie liegt. Das sind alles gute Zutaten, die üblicherweise total meinen Geschmack treffen. Aber irgendwie wollte der Funke nicht überspringen.

Der Schreibstil wirkt für ein Kinder- und Jugendbuch mitunter schwerfällig. Statt mühelos mitzuziehen, fordert der Text immer wieder Konzentration. Positiv ist, dass die Handlung nicht vorhersehbar ist. Ich konnte bis zum Schluss nicht sagen, wie sich alles fügt. Allerdings bleiben viele Stränge lose und der abrupte Schluss lässt die Geschichte eher unvollständig wirken.

Für die Zielgruppe ab etwa zehn Jahren bietet das Buch dennoch einiges: geheimnisvolle Orte, magische Elemente und eine Gruppe von Freunden, die zusammenhält.

Mein Fazit: Rein optisch ein beeindruckender Auftakt mit spannenden Ansätzen, der erzählerisch nicht ganz die Wirkung entfaltet, die er haben könnte. Vielleicht findet die Reihe in den Folgebänden ihren Ton – und dann passt die Verpackung auch mehr zum Inhalt.

Mein riesengroßer Dank geht an Carina und das Team der Verlagsgruppe Oetinger, die ein liebevolles Buchpaket gepackt haben mit vielen Überraschungen. Und ein ganz spezieller Dank auch an den Autor Markus Heitz: “I’ve got a theory” geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf! 😉

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Philippa Leathley: “Inkbound – Metty Jones und das Schicksalstattoo”

Philippa Leathley (Autorin)
dtv Verlagsgesellschaft
Lesealter: ab 10 Jahren
352 Seiten
Gebundenes Buch: 16,00€

Ein Tattoo, das die Zukunft zeigt. Eine Stadt, in der Magie regiert. Und ein geheimnisvolles Schicksal, das unabwendbar scheint.

Als Metty endlich ihr Tattoo erhält, das ihr Schicksal verrät, sind alle entsetzt: Es besagt, dass sie einen Menschen durch Magie töten wird. Das will Metty um jeden Preis verhindern. Doch dann verschwindet ihr Vater und Metty muss ihn in der fliegenden Stadt New London suchen. Immer mehr düstere Familiengeheimnisse kommen ans Licht, die Mettys Zukunft beeinflussen. Wird sie gegen ihr vorbestimmtes Schicksal ankämpfen können? (Klappentext)

Wenn das Schicksal unter die Haut geht

Stell dir vor, dein Schicksal steht nicht nur fest, sondern ist unausweichlich und für alle anderen sichtbar in deine Haut tätowiert. Genau das passiert Metty und es ist alles andere als ein Grund zur Freude. Denn statt eines harmlosen und langweiligen Tattoos, wie es die meisten bekommen, prophezeit ihr Tattoo, dass sie einen Menschen durch Magie töten wird. Ein Albtraum. Metty fürchtet sich davor, jemanden zu töten, und alle anderen behandeln sie als wäre sie bereits eine Mörderin. Doch Metty gibt sich nicht mit dieser düsteren Vorhersage zufrieden und setzt alles daran, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Als ihr Vater plötzlich verschwindet, folgt eine fesselnde Reise durch die magische Stadt New London – eine Stadt voller Geheimnisse, lebendiger Statuen und Zauberei, die aus Tinte entsteht.

Was mich sofort in den Bann gezogen hat, ist die fantasievolle und atmosphärisch dichte Welt, die Philippa Leathley erschafft. Die Idee der Schicksalstattoos ist nicht nur originell, sondern wirft auch spannende Fragen auf: Wie viel Kontrolle haben wir über unser eigenes Leben? Ist unser Weg wirklich vorherbestimmt oder können wir ihn selbst gestalten? Die Geschichte greift diese Themen auf eine Weise auf, die sowohl zum Nachdenken anregt als auch wunderbar unterhält.

Metty ist eine Heldin, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist mutig, eigensinnig und kämpft entschlossen gegen das, was andere als unabwendbar ansehen. Dabei bleibt sie aber auch verletzlich und glaubwürdig. Sie macht Fehler, hat Zweifel und wächst an ihren Herausforderungen. Ihre Suche nach der Wahrheit ist nicht nur spannend, sondern auch emotional mitreißend, denn je mehr sie über ihre Familie und die Vergangenheit erfährt, desto komplizierter wird ihr eigenes Schicksal.

Besonders gelungen ist das Worldbuilding. Die fliegende Stadt New London ist ein Schauplatz voller Überraschungen, mit einzigartigen magischen Konzepten, die sich frisch und unverbraucht anfühlen. Wer würde nicht gerne durch einen Blitz reisen oder mit Verstorbenen telefonieren? Diese kreativen Einfälle verleihen dem Buch eine ganz eigene Note und machen es zu einem echten Leseerlebnis.

Auch der Stil hat mich überzeugt. Die Sprache ist lebendig, mit einer Prise Humor und einem angenehmen Tempo, das einen durch die Seiten trägt. Die Mischung aus Action, Magie und düsteren Familiengeheimnissen hält die Spannung konstant hoch, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Dieses Buch ab 10 Jahre ist weit mehr als eine klassische Fantasygeschichte. Es geht um Freundschaft, Selbstbestimmung und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen, ganz egal, was vorherbestimmt zu sein scheint. Eine absolute Empfehlung für alle, die magische Abenteuer lieben und sich gern in außergewöhnliche Welten entführen lassen.

Ein riesengroßes Dankeschön an dtv und das Team von vorablesen.de für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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Anja Wagner: “Magic Agents – In Dublin sind die Feen los!” (Die Magic-Agents-Reihe, Band 1)

Anja Wagner
cbj Verlag
Lesealter: ab 10 Jahre
288 Seiten
Gebundenes Buch: 14,00€

1. Die Tätigkeit magischer Agenten (kurz: Magenten) ist streng geheim.
2. Die landestypischen Legenden des jeweiligen Einsatzortes sind zu studieren und zu respektieren.
3. Magentenfaustregel: Traue niemandem und traue jedem alles zu.


Kaum hat die 12-jährige Elia Evander ihre Magentenprüfung bestanden, ist sie auch schon mitten in ihrer ersten Mission: In Dublin wurde ein magisches Artefakt gestohlen! Nun tauchen immer mehr Fabelwesen in der Stadt auf, die nicht nur sich selbst sondern auch die Menschen in Gefahr bringen.
Ein klarer Fall für Elia, Agentin im Auftrag der Magie! Doch die verirrten Kreaturen undercover zurück in ihre Welt zu schleusen, stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen: Warum nur sind die Wesen plötzlich so angriffslustig? Und wie soll Elia etwas finden, von dem ihr keiner sagen kann, wie es aussieht?
(Klappentext)

Agentin auf erster Mission

Elia Evander entstammt einer Familie ehemaliger Magenten. Da nur “junge” Magenten, also Kinder, auf Mission gehen, arbeiten die Erwachsenen wie Elias Eltern hauptsächlich im Innendienst. Elia hat die Magenten-Prüfung mit einer überragenden Höchstpunktzahl abgeschlossen und wartet gespannt auf ihren ersten Einsatz. Pünktlich an ihrem 12. Geburtstag ist es soweit. Elia reist undercover nach Dublin. Dort wurde der Schlüssel zur Anderwelt gestohlen und nun sitzen immer mehr magische Wesen in der irischen Hauptstadt fest. Eine große Gefahr für normale Menschen.

Als waschechte Agentin hat Elia natürlich auch eine Spezialausrüstung. Dazu gehören neben allerlei Zaubertränken und magischen Hilfsmitteln ihr magischer Begleiter Selmor, ein Muffel, der anfängt bärisch zu stinken, wenn er nicht regelmäßig gestreichelt wird, und eine recht vorlaute Witch Watch. So eine hätte ich selber gerne.

“Magic Agents” ist ein fantastischer Romanauftakt, der junge Leser:innen ab 10 Jahren in die Welt der Feen, Elfen und magischen Kreaturen der irischen Sagen entführt. Der Autorin Anja Wagner gelingt es, einen von Anfang an in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die Beschreibungen von Dublin und der irischen Landschaft sind so detailreich und anschaulich, dass man sich als Leser selbst in der Stadt und auf den Straßen wiederfindet. Auch die Charaktere sind liebevoll und einfühlsam gezeichnet, wodurch man sich schnell mit ihnen identifizieren kann.

Elia wiederum ist eine mutige Agentin und liebenswerte Protagonistin, die man sehr gerne auf ihrer abenteuerlichen Suche begleitet. Als sie herausfindet, dass sie den Schlüssel zum Tor in die Anderwelt finden muss, setzt sie ihr erlerntes Agentenwissen ein, um diese Aufgabe zu erfüllen. Zwischen Theorie und Praxis besteht allerdings ein himmelweiter Unterschied. Außerdem ist es mit dem Muffel Selmor und der Witch Watch nicht immer einfach, für den Leser dafür umso unterhaltsamer. Im Laufe der Geschichte wachsen die drei zu einen guten, wenn auch skurrilen Team zusammen.

Besonders beeindruckend ist die Fantasie und Kreativität, die die Autorin in die Gestaltung ihrer magischen Welt einfließen lässt. Der ganze Grundgedanke über Magenten und ihre geheime Organisation ist so vielfältig und interessant, dass man sich als Leser kaum sattlesen kann.

Insgesamt ist “Magic Agents – In Dublin sind die Feen los!” ein wundervolles Buch für junge Leser:innen, die gerne in die Welt der Magie und Agenten eintauchen und sich auf ein spannendes Abenteuer einlassen möchten. Die Geschichte ist packend erzählt, die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und hinter der ganzen Idee steckt so viel Kreativität, wie man sie nur noch bei Harry Potter findet. Eine ganz klare Empfehlung!

Wir bedanken uns bei cbj und dem Bloggerportal für das magische Rezensionsexemplar!

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Fabiola Turan: “Daliahs Garten – Das Rätsel der roten Seherin” (Die Daliahs-Garten-Reihe, Band 2)

Fabiola Turan
cbj Verlag
Lesealter: ab 10 Jahre
320 Seiten
Gebundenes Buch: 14,00€

Ein Feuerwerk aus Farben – das sieht Daliah, wenn sie andere anschaut. Sie nimmt Gefühle als bunten Schimmer in der Luft wahr und diese Gabe zeigt ihr auch verborgene Kreaturen. Doch in deren Welt lauert Gefahr!

Daliahs großer Traum, endlich alles über die Farben der Gefühle zu lernen, scheint zum Greifen nah. Aber dann verschwindet Belladonna und im magischen Garten von Schloss Lilienfels bricht Chaos aus. Die Spur der Wächterin führt Daliah und Rahim tiefer ins Reich der Tausend Farben, wo die Prismagie von dunklen Kräften bedroht wird. Die beiden merken schnell, dass sie bei ihrer Rettungsmission niemandem trauen dürfen. Besonders nicht der geheimnisvollen Roten Seherin … (Klappentext)

Großartige Jugendbuchreihe

Dies ist das zweite Abenteuer von Daliah, die die Gabe besitzt, die Gefühle der Menschen anhand des sie umgebenen Farbprismas zu erkennen. An der Akademie im Reich der Tausend Farben hofft sie, mehr über ihre Gabe zu lernen. Leider besteht Daliah die Aufnahmeprüfung nicht und all ihre Hoffnungen scheinen zerstört. Dann verschwindet auch noch ihre Mentorin, die Wächterin Belladonna, spurlos und im magischen Garten von Schloss Lilienfels bricht Chaos aus. Gemeinsam mit ihrem Freund Rahim begibt sich Daliah auf die Suche nach Belladonna. Dazu müssen die beiden tief ins Reich der Tausend Farben vordringen und erkennen alsbald, dass die Prismagie von dunklen Kräften bedroht wird und sie niemandem trauen können. Besonders nicht der Roten Seherin…

Es ist faszinierend, wie die Autorin das Thema Farben verarbeitet und damit spielt. Schon das Cover erstrahlt in einer intensiven Farbvielfalt und gewährt einen ersten Eindruck dieses magischen Gartens. Für die restliche Geschichte sind überhaupt keine Illustrationen notwendig, um das Farbspektakel vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Es ist ein Farbfeuerwerk der Worte, das mir in der Form noch in keinem anderen Buch begegnet ist.

Obwohl das Buch ab 10 Jahre empfohlen wird, hat die Autorin eine angenehme Balance in ihrer Schreibweise gefunden. Der Schreibstil wirkt weder zu kindlich oder langweilig für Erwachsene noch zu verschachtelt für junge Leser:innen. Für das allgemeine Verständnis würde ich aber jedem empfehlen mit Band 1 zu beginnen. Der zweite Band liest sich schwerer ohne die entsprechenden Vorkenntnisse über den magischen Garten oder Prismagie.

Die Handlung ist abenteuerlich und unterhaltsam, gut strukturiert mit überraschenden Wendungen und Ereignissen. Neben der magischen Welt mit all ihren Geheimnissen, Intrigen, Rätseln und Wundern kommen auch Themen wie Freundschaft und Vertrauen nicht zu kurz. Alles in allem eine großartige Fortsetzung der Jugendbuchreihe, farbenfroh und spannend erzählt mit starken Charakteren.

Allerliebsten Dank an cbj für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

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Roshani Chokshi: “Aru gegen die Götter – Die Wächter des Himmelspalasts” (Aru gegen die Götter, Band 1) 

Roshani Chokshi
Ravensburger Verlag
Lesealter: ab 10 Jahre
448 Seiten
Gebundenes Buch: 16,99€

Wer die Götter herausfordert, dem ist echt nicht zu helfen…

Aru Shah kann es echt nicht fassen: Eigentlich wollte sie ihren Klassenkameraden nur beweisen, dass die antike Öllampe im Museum ihrer Mutter tatsächlich verflucht ist – und nun soll sie durch das Entzünden der Lampe das Ende des Universums eingeläutet haben?! Um das Unheil noch abzuwenden, bekommt sie von den Wächtern des Himmelspalasts einen geheimen Auftrag. Zum Glück wird ihr auch ein mächtiger Beschützer an die Seite gestellt – doch der ist im Körper einer Taube gefangen … (Klappentext)

Heldinnenabenteuer querfeldein durch die indische Mythologie

Aru Shah ist eine Lügnerin.

Hin und wieder … naja, zugegeben, eigentlich ständig, flunkert sie, um vor ihren Mitschülern besser dazustehen. Denn die kommen allesamt aus reichen Familien, haben Chauffeure und machen ständig Luxusurlaub. Und Aru eben nicht. Ihre Mutter ist die Leiterin des Museums für altindische Kunst und Kultur und hat so gut wie nie Zeit für Aru.

Als ihre Mitschüler Aru bei einer Lüge überführen wollen, entpuppt sich diese Geschichte ausgerechnet als wahr. Wer hätte gedacht, dass die alte Öllampe tatsächlich verflucht ist? Und dann auch noch nichts Geringeres als das Ende der Welt ausgelöst wird.

Aru Shah ist eine sehr ungewöhnliche Heldin. Durch ihre erfundenen Geschichten, kleineren und größeren Lügen bringt sie viel Konfliktpotenzial mit, das die Handlung ordentlich aufmischt. Dabei soll es ausgerechnet Aru sein, die den Untergang der Welt verhindern kann. Glücklicherweise nicht allein. Aru zur Seite steht ihre Götterschwester Mini, die sich vor allen möglichen Krankheiten fürchtet, und ein geflügelter Beschützer.

Das Heldentrio wird häufig unterschätzt. Nicht zuletzt weil Aru und Mini Mädchen sind. Aber die beiden kämpfen sich mit Köpfchen, Witz und einer großen Portion Glück durch spektakuläre Abenteuer. Eine Herausforderung jagt die nächste, aber Aru und Mini wachsen über sich selbst hinaus und beweisen, dass auch Mädchen Helden sein können.

Ich fand Schreibstil, Handlung und Figuren einfach top. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Auch weil das Ende eben nicht Standard ist. Auf die indische Mythologie mit der überwältigenden Göttervielzahl muss man sich natürlich einlassen können. Roshani Chokshi hat die Legenden ihrer Kindheit aber wunderbar verständlich aufbereitet und entführt die jungen Leser:innen in eine kunterbunt schillernde Märchenwelt voller Abenteuer mit einer Magie, die alles möglich macht. Ich finde es großartig, wie sie die Fantasie zum Blühen bringt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Wir brauchen viel mehr solcher Bücher und Heldinnen!

Vielen herzlichen Dank an LovelyBooks, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen durfte!

Weitere Bände der “Aru gegen die Götter-Reihe” erscheinen zum Glück schon bald!

Band 2 erscheint im Februar 2023
Band 3 erscheint im Mai 2023
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Jonathan Stroud: “Scarlett & Browne – Die Berüchtigten” (Die Scarlett-&-Browne-Reihe, Band 2)

Jonathan Stroud
cbj Verlag
Lesealter: ab 14 Jahre
448 Seiten
Gebundene Ausgabe: 22,00€

Ein unschlagbares Duo wird zur Legende

Albert und Scarlett sind nach ihren letzten Abenteuern wie geplant vor ihren Widersachern in den Norden Englands geflüchtet. Dort plündern sie mittlerweile als eingespieltes Duo die Häuser reicher Städter und teilen ihre Beute mit den Armen des Landes. Als sie den lukrativen Auftrag bekommen, eine Lieferung mit kostbaren Artefakten zu stehlen, sind sie begeistert. Doch bevor es dazu kommt, geraten sie in einen Hinterhalt ihrer alten Feinde und werden vor eine folgenschwere Wahl gestellt. Wenn sie gemeinsam diese Herausforderung bestehen wollen, muss Scarlett sich entscheiden, wofür sie eigentlich kämpfen möchte, und Albert seine besonderen Kräfte als Gabe akzeptieren. (Klappentext)

Keine Zeit zum Durchatmen

Sechs Monate sind seit den Geschehnissen aus Band 1 vergangen. Aber Scarlett und Albert waren in dieser Zeit alles andere als untätig. Albert konnte viel von Scarletts Überlebensfähigkeiten lernen und tappt nicht länger tollpatschig von einer Gefahr in die nächste. Als Team sind die beiden zu einer unschlagbaren Einheit verschmolzen. Während ihrer Raubüberfälle bedarf es zwischen den beiden nur weniger Worte. Das Vertrauen ineinander ist stark. Kaum jemand scheint ihnen gewachsen zu sein.

Zeit zum Verschnaufen bleibt Scarlett und Albert jedoch nicht. Nachdem sie von der Bruderschaft der Hand in einen Hinterhalt gelockt wurden, bleibt ihnen nur wenig Zeit, um sich auf eine gefährliche Mission zu begeben.

Nervenkitzel wird in diesem Band ganz groß geschrieben. Genauso wie Scarlett und Albert hat man als Leser keinen Moment zum Durchatmen. Einbrüche, wilde Verfolgungsjagden und die permanente Gefahr von Feinden geschnappt oder von mutierten Rieseneulen gefressen zu werden, begleiten einen von Seite zu Seite. Gewürzt ist das alles mit den unglaublichsten Wortgefechten, die nur ein Jonathan Stroud zu Papier bringen kann. Dieser Humor ist einmalig und so fesselnd, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann.

Das Setting ist ziemlich ausgefallen. Die Handlung spielt in einem zukünftigen England, dass nach der “Großen Verheerung” ein postapokalyptisches Schlachtfeld geworden ist. Die gesamte Zivilisation, wie wir sie kennen, ist untergegangen, und vieles in Vergessenheit geraten. Außerhalb der Siedlungen leben riesige mutierte Tiere, die nach Blut lechzen, und die “Gezeichneten”, bei denen es sich um eine Art Zombies handelt. Aber auch innerhalb der Siedlungen ist das Überleben gefährlich. Die sogenannten Glaubenshäuser legen strenge Regeln fest. Jeder, der von der Norm abweicht, wird gnadenlos ausgerottet. Es ist ein wahrhaft schreckliches Szenario, durch das sich Scarlett und Albert kämpfen müssen. Skrupellos und mit viel Wortwitz kämpfen sie um ihren Platz in dieser lebensbedrohlichen Umgebung.

In diesem Band erfährt man mehr über Scarletts Vergangenheit. Und Albert gerät an einen Gegner, der ihn zwingt, sich mit seinen Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Der Showdown ist spektakulär und feinstes Kopfkino. Großartig!

Vielen Dank an cbj für das Rezensionsexemplar!

Kennst du schon Band 1? Lesen, lesen, lesen … mehr kann ich dazu nicht sagen.

Hier kommst du zu meiner Rezension von Band 1
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ab 14 Jahre Fantasy Jugendliteratur Rezensionen Romantasy

Julia Dippel: “Izara – Stille Wasser” (Die Izara-Reihe, Band 2)

Julia Dippel
cbt Verlag
empfohlenes Alter: ab 14 Jahre
Taschenbuch: 10,00€

Eine Welt voller Geheimnisse, eine Jagd auf Leben und Tod … und eine verbotene Liebe

Die gesamte unsterbliche Welt weiß nun von Izara, und während ihr Vater im Kerker der Phalanx schmort, wird Ari von der Liga vorgeladen. Um aber in der Hauptstadt der Katakomben bestehen und ihre verbotene Verbindung zu Lucian geheim halten zu können, sieht sie sich gezwungen, zweifelhafte Hilfe anzunehmen. Dabei verstrickt sie sich immer weiter in einem gefährlichen Netz aus Lügen, Vorwürfen und Zweifeln und muss sich neben dem Hohen Rat auch noch den Hexen und Lucians Familie stellen. (Klappentext)

Romantasy vom Feinsten

Die Izara-Reihe handelt von Ari, die glaubt, eine normale Jugendliche zu sein und sich plötzlich gefährlichen übernatürlichen Wesen gegenübersieht. Zusammen mit dem geheimnisvollen und unglaublich heißen Lucian gerät Ari in einen Strudel aus Intrigen, Verrat und Liebe. „Izara – Stille Wasser“ ist der zweite von insgesamt vier Bänden.

Nach dem 1. Band ist eines klar: Ari ist Izara, das ewige Feuer, ein wahrgewordener Mythos. Aus diesem Grund wird sie von der Liga in die Hauptstadt Patria vorgeladen. Doch um dort bestehen zu können, muss sie die verbotene Verbindung zu Lucian geheim halten. Das stellt die Beziehung auf eine harte Probe. Außerdem droht Ari von vielen verschiedenen Seiten Gefahr. Pakte werden geschlossen, Schwüre geleistet, Intrigen gesponnen.

Neben der verzwickten Handlung fesseln einen auch die zahlreichen neuen Charaktere, die allesamt sehr detailliert und abwechslungsreich gestaltet wurden. Allen voran Bel, der Teufel mit Herz, der vor allem mit seinem Humor und Charme begeistert. Oder auch Lucians Bruder Elias, der ganz anders ist, als ich ihn anfangs eingeschätzt hätte.

Den 1. Teil habe ich als Hardcover bereits vor einigen Jahren gelesen. Er war fesselnd, spannend, witzig, romantisch. Alles genau in der richtigen Dosis. Danach landete die Reihe aber im Bücherschrank und geriet ins Vergessen. Nun kommen die Bände im Taschenbuchformat heraus, sodass ich endlich zur Fortsetzung gegriffen habe. Ehrlich gesagt, kann ich nur über mich selbst den Kopf schütteln: Wieso habe ich die Bücher nicht eher gelesen!? Die Geschichte ist ja so unfassbar spannend, dass ich das gesamte Buch an einem einzigen Tag auf dem Sofa ausgelesen habe. Sorry, Kids, aber Mama MUSS lesen! Geht spielen.

Große Gefühle, Action, Intrigen und alles fein gewürzt mit der richtigen Portion Humor. Und dann das Ende! Wie fies ist das denn bitte!? Cliffhanger sind so gemein. Da trifft es sich gut, dass die Reihe vollständig ist und ich mir sofort den nächsten Band besorgen kann.

Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und eine fantastische Geschichte gezaubert die mich rundum begeistern konnte. Dass ein Buch es schafft, einen so in den Bann zu ziehen, ist wirklich selten. Deshalb gibt es von mir die klare Empfehlung: lesen, lesen, lesen!

Vielen lieben Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Bände in der Übersicht:
Julia Dippel: “Izara – Das ewige Feuer” Die Izara-Reihe, Band 1
Julia Dippel: “Izara – Sturmflut” Die Izara-Reihe, Band 3 erscheint als Taschenbuch im Sommer 2022
als Hardcover oder Paperback längst erschienen: Julia Dippel: “Izara – Verbrannte Erde” Die Izara-Reihe, Band 4
Oder wenn euch der Teufel mit Herz gefallen hat:
Izara 5: Belial: Götterkrieg – Aus den Izara-Chroniken | Das lang ersehnte Spin-Off