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Melanie Amélie Opalka: “Papa 2.0 – Nestbau inklusive”

Melanie Amélie Opalka
epubli
Taschenbuch: 9,99€
Kindle: 2,99€

Was kann denn schon groß schief gehen, wenn man ein zweites Kind bekommen will – vor allem durch künstliche Befruchtung?

Zweieinhalb Jahre liegt der erste Versuch zurück, als unser Papa sich erneut traut und zwar gleich doppelt: Denn mit einem weiteren Kind muss ein größeres Heim her und warum dann nicht auch gleich ein Eigenheim?

Ob es nun ein, zwei oder vielleicht sogar drei Kinderzimmer sein werden, wie die Stelzen unter das Haus kommen und wie Mann das alles neben Job, Partnerschaft und einem strammen Kleinkind bewältigt … das lernt der Papa auf die harte Tour. Und wird gerettet durch seine heimliche Superkraft „ungeahnte Genialität.“ (Klappentext)

Jetzt wird Papa alles abverlangt

Im dritten Band über das Werden und Leben eines modernen Papas wartet eine wahre Flut an Herausforderungen auf unseren Lieblingspapa. Zwischen Hausbau, Job, Kindererziehung, Familienplanung und Beziehung taumelt er von einer verzwickten Situation in die nächste. Wie gut, dass seine Stärken im Recherchieren, Planen und Kalkulieren verankert sind.

Die Hochs und Tiefs, die der Alltag einer jungen, noch wachsenden Familie mit sich bringt, werden wieder einmal sehr warmherzig und realistisch beschrieben. Sohn Felix bereichert seit einem Jahr das Familienleben. Für ihn beginnt das große Abenteuer Kindergarten. Währenddessen erwacht bei seinen Eltern der Wunsch nach dem zweiten Kind. Mit welchen Hindernissen sie da zu kämpfen haben, ist ihnen durchaus bewusst. Und klar, dass eine wachsende Familie auch mehr Platz benötigt. Deshalb werden sie zu Häuslebauern und stehen vor weiteren, ungeahnten Schwierigkeiten.

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerbänden, die eine gewisse humorvolle Leichtigkeit besaßen, dominiert in diesem letzten Band ein eher melancholischer Ton. Der ist natürlich auch der Thematik geschuldet. Der emotionale Stress bei den künstlichen Befruchtungen, die Fehlschläge, die an den Nerven zerren, zusätzlich zu den Belastungen durch Hausbau, den lieben Finanzen und dem Job. Alle Themen sind mitten aus dem Leben gegriffen. Wer sich in einer ähnlichen Lebensphase befindet oder ähnliches erlebt hat, wird sich sofort mit den Protagonisten identifizieren können. Dadurch und durch den packenden Schreibstil ist man selbst so im Geschehen drin, dass man intensiv mitleidet. Manchmal empfand ich beim Lesen die Last der beiden Protagonisten so stark mit, dass ich das Buch weglegen musste. Daran würde ich aber nicht einmal etwas Negatives sehen. Es beweist nur, wie authentisch die Erzählweise und wie einnehmend der Schreibstil der Autorin sind.

Ob am Ende alles gut wird, müsst ihr selbst nachlesen. Ich will ja nicht zu viel verraten.

Insgesamt ist die Papa-Reihe ein rundum gelungenes Werk über das Familienleben mit allen Hürden und Tücken. Mit viel Humor, aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit. Und einem Papa, wie wir ihn uns alle wünschen!

Liebsten Dank, Amélie, dass ich Teil deines Bloggerteams sein darf. Es ist eine große Freude und deine Werke machen einfach voll viel Spaß!

Bist auch du neugierig auf die Papa-Reihe geworden? Dann schnell klicken, um zur Leseprobe von Band 1 zu gelangen!

Noch mehr von Melanie Amélie Opalka:
Buch 1 von 3: Das Werden und Leben eines modernen Papas
Buch 2 von 3: Das Werden und Leben eines modernen Papas

Schon gewusst? Alle 3 Bände sind auch als Hörbuch verfügbar! Wie cool ist das denn?!

Und jetzt ganz neu:

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Melanie Amélie Opalka: “Papa – 1. Lehrjahr”

Melanie Amélie Opalka
epubli
Taschenbuch: 9,99€
Kindle: 2,99€

Nachdem er und seine Frau lange darum gerungen haben, endlich Eltern zu werden, ist die Schwangerschaft viel zu schnell vergangen. Schwups ist das Kind da – und mit ihm die Frage: „Was für ein Vater will ich eigentlich sein?“ So stolpert er durch den Familienalltag mit ganz neuen Fallstricken und Fettnäpfchen – immer mit der Angst im Nacken, von einem Säugling als Versager enttarnt zu werden. Dieses Buch erzählt den „unausgeschlafenen Imperfekt“ seines ersten Jahres mit dem eigenen Nachwuchs, von Kinderkrankheiten, Verwandtenbesuchen und anderen Katastrophen, die nur dank seiner persönlichen Superkraft „ungeahnter Genialität“ überlebt werden können. Und das alles, um am Ende zu einer überraschenden Erkenntnis zu kommen. Denn Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr – ach, was! (Klappentext)

Papa macht das schon

Endlich ist er da: Felix, das lang ersehnte Glücksbündel. Damit einher gehen neue Herausforderungen, denen sich unser namenloser Papa aus „Mach mir’n Kind“ voll Tatendrang und Unerschrockenheit stellt. Mit seinem gewohnten Engagement und ausführlicher Internetrecherche erstellt er Excel-Listen, ausgefeilte Besucherpläne und eignet sich sämtliche Tricks und Tipps an, die er finden kann. Für Mama und Kind will er nichts weniger sein als ein Superheld. Dass er dabei manchmal über das Ziel hinausschießt, macht ihn nur umso sympathischer.

Während sich der erste Band um die Hürden des Schwangerwerdens, die Schwangerschaft und natürlich Geburt dreht, dürfen wir in diesem Folgeband die ersten zwölf Monate im Leben des neuen Erdenbürgers mitverfolgen. Schwankend zwischen überschäumenden Glücksgefühlen, totaler Erschöpfung, Selbstzweifeln und grandios ausgearbeiteten Plänen durchlebt Papa die Launenhaftigkeit und Unplanbarkeit des Babyjahres.

In einem locker humorvollem Erzählstil, aber gleichzeitig auch mit der teils notwendigen Ernsthaftigkeit schildert Melanie Amélie Opalka die Freuden und Nöte des Vaterseins. Bei all jenen, die diese Zeit bereits erleben durften, weckt das Buch Erinnerungen. Allen, denen diese aufregende Zeit noch bevorsteht, kann dieses Buch als Ratgeber einen guten Rundumblick in die ersten zwölf Lebensmonate vermitteln. Vielleicht eigene Ängste reduzieren, beruhigen und Mut machen. Schließlich wird ja nicht nur auf kommende Herausforderungen hingewiesen, sondern Papa erprobt sogar Lösungen!

Die hier beschriebenen Situationen sind wirklich mitten aus dem Leben gegriffen. Irgendwie scheint es doch allen Eltern gleich zu gehen. Das macht mir persönlich immer wieder Mut.

Liebe Amélie, ich danke dir für dein Rezensionsexemplar und die vergnüglichen Lesestunden. Was bin ich froh, dass schon der nächste Band auf mich wartet!

Neugierig geworden? Dann schnell klicken, um zur Leseprobe zu gelangen!

Noch mehr von Melanie Amélie Opalka:
Buch 1 von 3: Das Werden und Leben eines modernen Papas
Buch 3 von 3: Das Werden und Leben eines modernen Papas
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Simon Wasner: “Ferris & Ich – Verrückt werden für Fortgeschrittene”

Simon Wasner
Piper Verlag
Taschenbuch: 14,00€
Kindle: 4,99€
Eine urkomische Geschichte über einen Lehrer, der sein Unterbewusstsein plötzlich persönlich kennenlernt

Lars ist pragmatisch – und ganz schön langweilig. Als Physiklehrer wird er nicht ernst genommen, selbst sein bester Freund Dirk macht sich ständig über ihn lustig. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ihn seine Frau Kati erst betrogen und dann verlassen hat. Was tut Mann nun, wenn wieder sturmfreie Bude ist? Richtig. An einer Studie für ein Medikament gegen Reizdarm teilnehmen. Dumm nur, wenn dieses Medikament plötzlich zu einer verrückten, sehr nervtötenden Begleiterscheinung führt: Lars’ Unterbewusstsein personifiziert sich zu … einem zweiten Lars! Der Doppelgänger, nun auf Ferris getauft, will Lars’ Leben verbessern – und macht damit alles nur schlimmer! (Klappentext)

Zum verrückt werden…

Lars ist Lehrer für Physik und obendrein ein langweiliger Mensch, dem es an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen fehlt. Seine Schüler nehmen ihn nicht ernst, Freunde hat er kaum und wenn dann machen sie sich über ihn lustig. Schließlich verlässt ihn auch noch seine Frau und räumt seine Wohnung aus. Lars befindet sich also in einer denkbar ungünstigen Verfassung, als er sich für eine Medikamentenstudie zur Verfügung stellt. Mit ungeahnten Konsequenzen. Denn plötzlich verselbstständigt sich Lars‘ Unterbewusstsein und ein neuer Lars sitzt auf seinem Klo.

Ferris, so der Name des Klons, ist das komplette Gegenteil. Er verkörpert alle unterdrückten Sehnsüchte von Lars und ist sozusagen seine schlagfertige, durchtrainierte und gestylte Seite, die vor Tatendrang strotzt. Mit zweifelhaften Ratschlägen und einem ausgeklügelten Rachefeldzug will er Lars‘ Leben verbessern. Aber versucht Ferris wirklich, Lars zu helfen? Für Lars‘ Geschmack entwickelt Ferris ein zu starkes Eigenleben. Ist das überhaupt möglich, wenn Ferris doch nur eine Ausgeburt von Lars‘ Fantasie ist?

Simon Wasner entführt uns in eine irrwitzige Geschichte über die Herausforderrungen des Lehreralltags und unsere eigenen Abgründe. Humorvoll, skurril und manchmal bitterböse sorgt sein Roman für grandiose Unterhaltung, die am Ende doch zum Nachdenken anregt. Wie sieht es denn mit dem eigenen Unterbewusstsein aus? Steckt vielleicht auch in dir ein Ferris?

Lieber Simon, ich danke dir für das Rezensionsexemplar und hoffe, noch viel, viel mehr von dir zu lesen!

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Ratgeber Rezensionen Romane

Melanie Amélie Opalka: “Mach mir’n Kind”

Melanie Amélie Opalka
epubli
Taschenbuch: 9,99€
Kindle: 2,99€

Zugegeben, die meiste Zeit habe ich mich eher mit der Frage befasst, wie ich nicht Vater werde. Bis ich dieser Frau begegnete. Und nun heißt es plötzlich: Wie wird man eigentlich Vater, wenn man es möchte, aber es nicht auf Anhieb klappt? Und was macht der Prozess mit einem, das Auf und Ab des Hoffens und Bangens, neben und zusammen mit der Frau, die das alles am eigenen Leib erlebt? Ein schmerzvoll-tragisch-urkomischer Bericht aus Männersicht – über die Broschürenflut auf der häuslichen Couch, die Wartezimmer der Babymacherkliniken, über dramatische Einkaufsralleys und innovativen Wickeltischbau auf der heimischen Waschmaschine. Für alle, die auch noch eine Antwort auf die Babyfrage suchen und von der allerersten Zuschauerreihe aus dabei sein wollen. Denn: Vater werden ist nicht schwer? Von wegen … (Klappentext)

Die männliche Sicht der Dinge

Kinderkriegen ist gar nicht so leicht wie uns der Volksmund Glauben machen möchte. Für viele Paare mit Kinderwunsch ist der Weg sogar sehr häufig voller Hindernisse und mit Rückschlägen gespickt. In ‚Mach mir’n Kind‘ begleiten wir ein namensloses Paar auf ihrem beschwerlichen Weg, bis sie am Ende endlich ihr Glücksbündel in den Armen halten dürfen.

Zum einen versorgt  uns die Autorin nach einer hervorragenden Recherche mit allen wichtigen Informationen rund um das Thema Kinderkriegen. Das Aufklärungsspektrum reicht über Eileiterschwangerschaften, Fruchtbarkeitskliniken bis hin zur Anschaffung stilvoller Umstandsmode und einer sinnvollen Babyerstausstattung. Nach diesem Buch kann man mit geballter Fachkenntnis über alle Facetten des Babyversums mitreden. Zum anderen verschafft sie uns einen Einblick in die Denkweise des Mannes, denn all diese Erfahrungen werden aus seiner Sicht erzählt. Das ist unglaublich amüsant, informativ und ziemlich erhellend. Da ich selbst zwei Kinder habe, konnte ich mich mit vielen Situationen identifizieren, beziehungsweise habe ich meinen Mann wiedererkannt. Und endlich, endlich konnte ich so manche seiner Handlungen während meiner Schwangerschaften verstehen.

An manchen Stellen hätten mir die beiden Protagonisten facettenreicher sein können. In der ganzen Handlung geht es ausschließlich ums Kinderkriegen. Natürlich. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet. Aber abseits dieser Themen erfährt man Nullkommanichts über die Charaktere oder ihren Hintergrund. Für meinen persönlichen Geschmack hätten die beiden ruhig etwas mehr Persönlichkeit zeigen können. Auch ist die Rolle des Mannes sehr dominant. Er ist es, der alles organisiert. Er recherchiert, er kauft, er kümmert sich sogar um die Hebamme. Von der Frau hatte ich den Eindruck, dass sie die meiste Zeit über nur im Bett liegt oder Anweisungen erteilt. Sie war mir zu passiv.

Insgesamt finde ich die Geschichte gleichsam berührend wie unterhaltsam. Sie macht Mut, tröstet und gibt all jenen Hoffnung, deren Kinderwunsch vielleicht auch eine problematische Reise ist. Man leidet und man freut sich mit dem unbekannten Pärchen. Der Moment der Geburt wird so herzerwärmend beschrieben, dass man Tränen in den Augen hat. Und am Ende ist eines klar: egal wie beschwerlich der Weg ist, das Ziel ist alle Strapazen mehr als wert!

Vielen lieben Dank, Amélie, für das Rezensionsexemplar!

Hier findet ihr eine Leseprobe zu “Mach mir’n Kind”

Das Lesevergnügen geht weiter:

Wer reinlesen möchte, sollte ganz schnell hier klicken
Erscheint am 31.10.2021! Unbedingt vormerken.

Und für mehr Informationen über die Autorin Melanie Amélie Opalka besucht gerne ihre Homepage.

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Frauenromane Rezensionen Romane

Cristina Externest: “Wenn nicht jetzt, wen dann?”

Cristina Externest
Goldmann Verlag
10,00€
Jung muss er sein – und schön.

Und das sind bei Weitem nicht die einzigen Kriterien, die Ines’ Traummann zu erfüllen hat. Da Ines schon knapp 50 ist und keine Zeit mehr verlieren will, beauftragt sie eine professionelle Partnervermittlung mit der Suche nach dem perfekten Ehemann. Trotz ihrer ungewöhnlichen Familienstruktur (drei Kinder von drei Männern) und ihres eher abschreckend wirkenden Berufs (Urologin mit Fachgebiet Erektionsstörungen) mangelt es nicht an Kandidaten. Dumm nur, dass keiner von ihnen Ines’ hohen Ansprüchen gerecht wird. Und ihrer alten Urlaubsliebe José kann einfach niemand das Wasser reichen… (Klappentext)

Urlaubsliebe und Alltagswahnsinn

Ines ist eine Frau in den besten Jahren: knapp(!) über 50, Ärztin und Psychologin und Mutter von drei Kindern von drei unterschiedlichen Männern. Um bei der Hochzeit ihres schwulen Ex und Vater des ersten Kindes nicht allein dazustehen, beschließt Ines, dass es Zeit für einen neuen Mann in ihrem Leben ist. Da ihr in ihrem chaotischen Alltag die Zeit fehlt, einen geeigneten Mann in kürzester Zeit aufzutreiben, beauftragt sie eine Partnervermittlung. Dabei weiß Ines ganz genau, was sie will – und was nicht.

Der Roman beschreibt dann also Ines’ Bemühungen, das turbulente Familienleben, den Arbeitsalltag und die Suche nach dem perfekten Mann unter einen Hut zu kriegen. Dabei kommt es zu skurrilen Situationen und Begegnungen, die von ihr nonchalant gemeistert werden.

Für meinen Geschmack hätte in der Handlung etwas mehr Abwechslung vorkommen können. Etwa 90 Prozent des Buches schwanken zwischen Familienstress – sich ständig wiederholende Besorgungen von Zutaten für die kochende Zwölfjährige – und den Begegnungen mit unpassenden Kandidaten hin und her, vor denen Ines die Flucht ergreift, indem sie einen Notfall in der Familie vortäuscht. Die eigentlich niedlich gedachte Liebesgeschichte wird dann auf die letzten fünf Seiten gequetscht. Das ist ein bisschen schade. Nach all den Strapazen, die Ines mit Familie, Beruf und Männersuche hat, hätte ich ihr ein ausführlicheres Happy End gegönnt. Trotz alledem ist das Buch eine geeignete Lektüre für den Sommer, leicht verträglich und kurzweilig.

Dankeschön an den Goldmann Verlag und ans Bloggerportal für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

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Frauenromane Hobby Rezensionen Romane

Ulrike Sosnitza: “Die Glücksschneiderin”

Ulrike Sosnitza
Heyne Verlag
9,99€
Der Stoff, aus dem die Liebe ist

Clara hat sich ihren Traum erfüllt und in Würzburg ein Nähcafé eröffnet. Dort gibt sie Nähkurse, verwandelt alte Kleidungsstücke in neue und macht die Menschen mit maßgeschneiderten Röcken, Jacken und Hosen glücklich. Auf einem Flohmarkt findet sie eines Tages ein ganz besonderes Vintage-Kleid aus den Zwanzigerjahren. Als sie es anprobiert, steht plötzlich Finn, ihre erste große Liebe, vor ihr und behauptet, dass dieses Kleid ein Familienerbstück von ihm sei. Mit einem Schlag kehrt das Gefühlschaos von damals wieder. Was will er mit diesem Kleid? Und warum hat er sie vor vielen Jahren ohne ein Wort verlassen? Fragen, die Claras Leben vonn Jetzt auf Gleich völlig durcheinanderwirbeln. (Klappentext)

Vintage-Kleid und Zimtkaffee

Mit der Eröffnung ihres Nähcafés hat sich Clara einen Herzenswunsch erfüllt. Bei Kaffee und Kuchen bietet sie für Interessierte Nähkurse an. Anleitungen für das Nähen von Baby-Schühchen, Upcycling-Ideen, maßgeschneiderte Kleider und vieles, vieles mehr, Clara ist mit Herz und Seele bei der Sache. Aber was so großartig klingt, spielt auf der anderen Seite nicht den erwünschten Erfolg ein. Mit dem paillettenbesetzten Vintage-Kleid vom Flohmarkt erhofft sie sich einen Blickfang, der mehr Kundinnen ins Café lockt und fürs Nähen begeistert. Das Kleid lockt vor allen Dingen ihren Ex-Freund Finn an, der sie vor fünf Jahren sang- und klanglos verlassen hat. Durch einen kuriosen Zufall und geradezu schicksalshafte Zusammenhänge ist seine Familie mit dem Kleid verbunden. Und fordert es zurück.

“Die Glücksschneiderin” erzählt die zauberhafte Liebesgeschichte zwischen Clara und Finn. Während sie gemeinsam Nachforschungen über die geheimnisvolle Vergangenheit des Kleides anstellen, kommen die Gefühle von damals wieder hoch und die Frage, warum Finn Clara überhaupt verlassen hat. Obwohl ihre Geschichte den Großteil der Handlung einnimmt, gibt es zahlreiche Nebencharaktere, die ebenso detailliert ausgearbeitet sind und zu dem sympathischen Gesamtbild rund um das Würzburger Nähcafé beitragen.

Das Buch liest sich durch den souveränen Schreibstil flott durch. Die Charaktere und ihre jeweiligen Probleme fesseln einen auf angenehme Weise an die Seiten, sie sind gut recherchiert und orientieren sich am aktuellen Zeitgeist. Gegen Ende wird das Hick-Hack zwischen Clara und Finn zwar etwas anstrengend, weil sie häufig auf der Stelle treten, aber dank der vielfältigen Nebencharaktere wird über diese Längen hinweggetäuscht und der Roman findet zu einem zufriedenstellenden Ende.

Als Sommerlektüre für den Urlaub oder für Hobby-Näherinnen ist „Die Glücksschneiderin“ auf jeden Fall ein Hauptgewinn.

Ich bedanke mich beim Heyne Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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ab 16 Jahre Krimi & Thriller Rezensionen Romane

S.L. March: “Schatten der Vergangenheit” (Heart & Hazard Series, Band 2)

S.L. March
empfohlenes Alter: ab 16 Jahre
Softcover: 12,99 €
Kindle: 3,49 €
Furchteinflößend. Lebendig. Ergreifend.

„Bin ich wirklich ein kaltblütiger Killer?“ „Hör auf! Rede dir das nicht ein! Nur die Ranghöchsten der Organisation tragen ein Brandmal.“ „Ich bin dieser Einheit nie beigetreten. Warum trage ich es dann?“

Kalifornien. Die Feinde wollen ihn. Um nicht in die Hände einer Terrororganisation zu geraten, vertraut FBI-Agent Sebastian Schmidts der Serienmörderin Nadine Shark. Eine mysteriöse Frau, zu der er sich heimlich hingezogen fühlt, aber unnahbar scheint. Im Zwiespalt zwischen beruflicher Verpflichtung und aufwühlenden Gefühlen stößt sie ihm Erinnerungen über seine Vergangenheit vor den Kopf. Tief in ihm verborgen schlummern Geheimnisse. So wertvoll, dass die Feinde zu töten bereit sind, um sie zu erhalten. Das Problem nur, Sebastian kann sich an nichts erinnern. (Klappentext)

Nervenkitzel pur

Ich habe das Buch an einem einzigen Nachmittag auf dem Sofa durchgesuchtet. Es ist sowas von spannend und actiongeladen, dass man während des Lesens keine Verschnaufpause hat. Erst als es zu Ende war, habe ich gefühlt wieder Atem geholt.

Der zweite Band der Heart & Hazard Reihe dreht sich um Sebastian und seine frühere Partnerin Nadine, die man bereits im ersten Band ein bisschen kennenlernen durfte. Die beiden verbindet eine düstere Vergangenheit, in der es um die Machenschaften der  geheimnisvollen Organisation Blizzard geht. Auch in Band zwei zieht Blizzard die Fäden im Hintergrund, mit grausamen Experimenten und Intrigen. Aus all dem entwickelt sich eine fesselnde Handlung, in der sämtliche Elemente vertreten sind, die für mich einen großartigen Thriller ausmachen.

S.L. Marchs Schreibstil finde ich nach wie vor unfassbar packend, sogar noch besser als in Band eins. Sie schreibt mit so viel Emotion, die einen mitreißt. Dazu kommt eine komplexe Gesamthandlung, mit der sämtliche Nebenhandlungen irgendwie verbunden sind. Es gibt Rätsel, Action, große Gefühle, Abgründe, einfach alles. Auch die Figuren sind hervorragend und abwechslungsreich ausgearbeitet. Super spannendes Lesevergnügen! Also auf zu Band 3!

Mehr über die Autorin S.L. March erfahrt ihr auf ihrer Internetseite. Schaut unbedingt bei ihr vorbei!

Und mehr über die Heart & Hazard Series findet ihr hier! (Werbung wegen Verlinkung)

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Frauenromane Rezensionen Romane

Helene Rose: “Kleinstadtglitzern: Einmal Liebe to go”

Helene Rose
BoD
9,99€

Beziehungsstatus: Kleinstadtblues

Jeder kennt jeden in der kleinen Stadt Effelsbach. Hier lebt Mariella seit ihrer Kindheit. Als junge Redakteurin der Lokalzeitung mit einem Faible für alles, was glitzert, fehlt ihr eigentlich nur noch der Traummann zum perfekten Kleinstadtglück. Doch der ist weit und breit nicht in Sicht. Das ändert sich schlagartig, als ein neues Café am Markt eröffnet. Sofort schmiedet Mariella einen Plan, wie sie den gutaussehenden Caféinhaber und Weltenbummler Bastian für sich gewinnen kann. Doch das läuft nicht ganz wie geplant – und Mariellas beschauliche Kleinstadt-Welt gerät ins Wanken … (Klappentext)

Traumprinzensuche in der Kleinstadt

Dieses Buch liest sich am besten zu einem Tässchen heißer Schokolade eingekuschelt auf dem Sofa. Ein richtiger Wohlfühlroman, der einen ins beschauliche Kleinstadtleben von Effelsbach mitnimmt und die Geschichte von Mariella und ihrer Suche nach dem Traumprinzen erzählt.

In der Handlung hätte es für meinen Geschmack etwas mehr Wendungen und Pepp geben können. Insbesondere am Anfang gibt es ein paar Längen. Die ausgeprägte Besorgnis um neue Gummistiefel beispielsweise, die ich zwar absolut teile und sympathisch finde, doch die Geschichte nimmt dadurch nur zögerlich an Fahrt auf. Auch die ausführlichen Schilderungen des Arbeitsalltags hätten gerafft oder zumindest mit mehr Abwechslungen gespickt werden können.

Der Schreibstil von Helene Rose ist auf jeden Fall angenehm; fluffig, jung und unterhaltsam. Sie verfügt über ein ausgeprägtes Gespür für Details, durch die man ganz und gar ins charmante, kleinstädtische Effelsbach eintaucht. Man sieht die Stadt geradezu bildhaft vor sich. Auch die Liebesgeschichte ist süß, nicht unbedingt neu, aber sie wärmt einem das Herz.

Insgesamt ein Roman, der einen aus dem Alltag entführt und ein angenehm wohliges Leseerlebnis erzeugt. Ein sehr großes erzählerisches Potenzial und ich bin gespannt, was Helene Rose noch alles zu Papier bringen wird!

Vielen Dank, liebe Helene, dass du mir deinen zauberhaften Roman zu Rezensionszwecken zugeschickt hast!

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Krimi & Thriller Rezensionen Romane

S.L. March: “Unheilvolle Verwechslung” (Heart & Hazard Series, Band 1)

S.L. March
empfohlenes Alter: ab 16 Jahre
Softcover: 12,99 €
Kindle: 4,99 €

Mysteriös. Packend. Sentimental.

“Ihr Wimmern ertrug er nicht. Am liebsten wollte er sie in seine Arme schließen. Doch ihm war bewusst, dass das nicht ging. Ihm blieb nichts weiter als dieses beängstigende Telefonat.” Das plötzliche Lebenszeichen einer Frau stürzt die Gefühlswelt von Detective Pierré Jones ins Chaos. Die Frau die ihn abserviert hat, er sie aber nicht vergessen kann, soll verantwortlich für eine Mordserie in Kalifornien sein. Was hatte eine ominöse Organisation damit zu tun? Weil Pierré den Fehler begeht und der Tatverdächtigen zur Flucht verhilft, gerät seine Liebe in Gefahr. Er muss sie aufspüren und stellt schnell fest, dass er nicht der Einzige war der Interesse hegte, Penny Liva um jeden Preis zu finden. (Klappentext)

Debüt einer talentierten Autorin

S.L. March liefert mit diesem Band den Auftakt zu einer packenden Thriller-Romance-Reihe. Detective Pierrés Ex-Freundin und große Liebe taucht unerwartet vor seiner Tür auf, um sich zu verabschieden. Obwohl alles darauf hindeutet, dass Penny Liva in eine brutale Mordserie verwickelt ist, hilft ihr Pierré, das Land zu verlassen. Allerdings kommt Penny nie an ihrem Zielort an. Pierré  setzt alle Hebel in Bewegung, um sie aufzuspüren und aus den Händen ihrer Peiniger zu befreien. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Von der ersten bis zur letzten Seite kommt man vor lauter Spannung kaum zum Atem holen. An keiner Stelle ist die Handlung vorhersehbar oder langweilig. Die Autorin hat ein gutes Händchen dafür, in den passenden Momenten neue Figuren und unerwartete Wendungen einzustreuen. Dabei hält sie alle Fäden geschickt unter Kontrolle. Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere sind sehr starke Figuren mit Ecken und Kanten und ihren persönlichen Abgründen. Penny erscheint als eine sehr zarte Person, die viel durchleiden musste. Aber sie konnte sich eine innere Kraft bewahren, die in der Story einfach super rüberkommt. Detective Pierré konnte meinen persönlichen Geschmack eines Helden nicht ganz erfüllen. Dafür war er mitunter zu sentimental. Meine Favoriten sind da eher einige Nebencharaktere.

Am besten gefällt mir die spürbare Leidenschaft der Autorin für ihr Werk. Es sind die vielen Details, die sorgfältig ausgewählt wurden. Sogar ein eigenes Logo für die Serie gibt es. Ich denke, dass wir von S.L. March und ihrer Heart & Hazard Series noch viel hören und lesen werden.

Vielen lieben Dank, dass ich Teil deines Bloggerteams sein darf!

Falls ihr mehr über S.L. March erfahren möchtet, dann schaut unbedingt auf ihrer Internetseite vorbei.

Und mehr über die Heart & Hazard Series findet ihr hier! (Werbung wegen Verlinkung)

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Frauenromane Rezensionen Romane

Silvia Konnerth: “Heidesommerträume”

Silvia Konnerth
Blanvalet Verlag
10,00 €

Manchmal liegt das große Glück in einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide!

Nach einem vernichtenden Gespräch mit ihrer Lektorin ist für Autorin Carolin die Lage klar: Sie braucht einen Ortswechsel, um auf neue Ideen zu kommen. Das Romantikhotel ihrer Schwester Lola in der Lüneburger Heide scheint dafür wie geschaffen. Doch anders als erhofft, treibt Carolins Aufenthalt bei der Verwandtschaft sie nicht zu schriftstellerischen Höchstleistungen an, sondern zur Weißglut. Schlimmer noch: Lola taucht aus heiterem Himmel ab! Allein mit deren überfordertem Ehemann, einem ausgebuchten Hotel und einer schier endlosen Aufgabenliste, bleibt Carolin nichts anderes übrig, als selbst das Ruder in die Hand zu nehmen. Und dann ist da noch der eigenwillige Gast Till, der ungewollt Teil ihrer Mission wird – und der sie mehr berührt, als ihr lieb ist! (Klappentext)

Ein Roman zum Entspannen und Abschalten

Carolin ist Schriftstellerin, die bereits einen ordentlichen Bekanntheitsgrad durch ihre Romane erlangen konnte. Umso zermürbender, dass sie mit ihrem neuen Projekt nicht vorankommt und die guten Ideen ausbleiben. Ihr Privatleben lief auch schon mal deutlich besser. Da scheint der Tapetenwechsel in die Lüneburger Heide unausweichlich. Aber statt umgeben von Natur zu ihrer gewohnten schriftstellerischen Bestleistung zurückzufinden, muss Carolin im Hotel aushelfen, weil ihre Schwester spurlos verschwindet…

Ich gebe zu, dass ich rein wegen der ansprechenden Covergestaltung zu „Heidesommerträume“ gegriffen habe: Brombeermarmelade und Heidesträußchen. Ein Traum von Spätsommer. Durch den Roman bin ich dann nur recht schwerfällig gekommen. Vielleicht lag es daran, dass ich – typisch Sommer – bereits einige vergleichbare Romane gelesen habe und einfach übersättigt von den seichten Handlungsrahmen war. Im Prinzip lese ich gerne solche Bücher wie ihr anhand meiner letzten Blogbeiträge auch sehen könnt. Carolins Geschichte rund um ihre Schreibkrise und das Hotel mitsamt seinen Bewohnern mitten in der Lüneburger Heide werden sehr warmherzig geschildert. Es ist eine romantische, heimelige Geschichte mit ein bisschen Selbstfindung. Für alle, die die Lüneburger Heide kennen und lieben, ein großartiges Setting zum Abtauchen. Ich persönlich war noch nie da, deshalb hätten es für meinen Geschmack mehr blumige Beschreibungen der Landschaft sein können, um mich richtig in diese Wohlfühlatmosphäre des Hotels einzufinden.

Der Schreibstil von Silvia Konnerth ist flüssig und leicht, gefühlvoll mit einem angenehmen Humor. So richtig wollte der Funke bei mir trotz allem nicht überspringen, aber für alle Freunde des Lokalkolorits Lüneburger Heide dürfte der Roman ein Hochgenuss sein.

Vielen Dank an das Bloggerportal und an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

Bereits erschienen:

Wenn die Heide Blüten trägt, ist es Zeit, nach Hause zurückzukehren!

Gerade hat Emma ihre Scheidung hinter sich gebracht, da hat das Leben schon eine neue Herausforderung parat: Sie soll eine Pension in der Lüneburger Heide ankaufen. Eigentlich ein Klacks für die 36-jährige Maklerin, wäre da nicht ein Haken: Das Gebäude steht in Emmas Heimatort – und gehört ausgerechnet ihrer mittlerweile verhassten Jugendliebe Mark. Widerwillig reist Emma zurück nach Hause und wird mit alten Gefühlen konfrontiert. Und dann lernt sie auch noch Pferdewirt Leo kennen, zu dem sie eine besondere Verbindung spürt. Inmitten der idyllischen Heidelandschaft muss sich Emma nun die Frage stellen, was – und vor allem wer – ihr im Leben wirklich wichtig ist. (Klappentext)