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Kinderbücher Kinderbücher ab 4 Jahre Rezensionen

Géraldine Elschner: „Hundertwasser: Ein Haus für dunkelbunte Träume“

Géraldine Elschner
Prestel Verlag
empfohlenes Alter: ab 4 Jahre
14,00€

Seltsame Dinge geschehen in der großen Stadt Wien!

Auf einem verwilderten Grundstück zwischen den Häusern steht ein alter großer Baum. Doch eines Tages tauchen dort Kräne, Bagger und Lastwagen auf. Maya und ihre Freunde beobachten, wie ein ganz außergewöhnliches Haus entsteht – mit farbigen Mauern, bunt gerahmten Fenstern und einer goldglänzenden Kuppel. Ein Gebäude, das nicht nur Menschen, sondern auch Bäumen, Sträuchern und Blumen ein Zuhause bietet.

Der große Zauberer Hundertwasser zeigt, wie der Mensch im Einklang mit der Natur bauen und leben kann. (Klappentext)

Inspirierend und farbenfroh

Dieses schillernde Bilderbuch ist inspiriert durch das Hundertwasser-Haus in Wien, dem wohl bekanntesten Werk des gleichnamigen Künstlers, und die wahre Geschichte um einen adoptierten Baum im französischen Lille.

Es erscheint zum zwanzigsten Todestag des österreichischen Künstlers Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser. Hundertwasser war ein Visionär voll fantastischer Einfälle, Philosoph, Grafiker, Maler, aber auch ein Vorläufer des Umweltschutzes. Insbesondere in seinem Wirkungsbereich als Architekt bringt er seine Kreativität und Ansichten zum Ausdruck. Hundertwasser lehnt geometrische Geradlinigkeit ab. Stattdessen sind es lebhafte Farben und organische Formen, die zu seinem Markenzeichen werden. Das Haus, dessen Bau im Buch durch die Augen der Kinder geschildert wird, gleicht einem Märchenschloss aus kunterbunten Steinen und goldenen Zwiebeldächern. Kurven, Schnörkel und Spiralen, alles ist geschwungen. Der schillernde Bau hebt sich vom tristen Grau der Stadt ab wie ein Leuchtfeuer.

Hundertwasser wollte die Natur schützen und ehren, daher entwarf er Häuser im Einklang mit der Natur. An den Mauern, auf Terrassen und Dächern wird den Pflanzen Platz eingeräumt, da sie ebenso wie der Mensch als Mieter ein Anrecht auf Lebensraum haben.

Mit seiner Kunst wollte Hundertwasser die Welt bunter und fröhlicher gestalten. Für vierjährige Kinder sind Geschichte und Bilder wunderbar geeignet zum Zuhören und Anschauen. Aber um Hundertwassers Stil nachzumachen und umzusetzen, müssten sie mindestens im Grundschulalter sein. Dieses Buch ist daher unbedingt zu empfehlen für Projekte im Kunstunterricht. Es bietet eine sehr schöne Anregung für Kinder, im Sinne von Hundertwasser selbst kreativ zu werden, zu zeichnen oder sein Zuhause individuell und bunt zu gestalten. Auch die Vorstellung von Bäumen an Häusern fasziniert Kinder und schult somit das ökologische Denken.

Für die vorlesenden Eltern gibt es im Anhang eine Zusammenfassung zu Hundertwasser und seinem Wirken, was ungemein praktisch ist, um die Fragen der Kinder zu beantworten.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Prestel Verlag für dieses kunterbunte Rezensionsexemplar!

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Kinderbücher Kinderbücher ab 4 Jahre Rezensionen

Outi Kaden: „Wichtel Alfred – Freunde hat man nie genug“

Outi Kaden
cbj Verlag
empfohlenes Alter: ab 4 Jahre
14,00€

Ein wunderbares Bilderbuch mit skandinavischer Wohlfühlatmosphäre

Wichtel Alfred hat mit der Gans Aada und Schnecke Fanni den Winter in seinem gemütlichen Häuschen am See verbracht. Als im Frühling die Tage wieder wärmer werden, toben die Freunde übermütig durch den Wichtelwald. Da hören sie, dass dort ein gefährlicher Bär lauern aber auch Gefahren. Der riesige braune Bär zum Beispiel. Vor dem haben sie große Angst. Als nach einem schweren Sturm alle Tiere des Waldes in Gefahr geraten, ist es ausgerechnet der Bär, der sie rettet. Können Alfred, Aada, Fanni und der Bär vielleicht doch Freunde werden? (Klappentext)

Frühling und Freundschaften im Wichtelwald

Wichtel Alfreds erstes Abenteuer beginnt nach einem langen, eisigen Winter. Endlich schmilzt der Schnee und Krokusse und Schneeglöckchen beginnen zu blühen. Frühling wird´s und zusammen mit seinen Freunden Aada und Fanni tobt der kleine Wichtel durch den grünenden Wald. Doch das Wiesel verbreitet das Gerücht, der große Bär würde jeden fressen, der ihn in seiner Ruhe störe. Vor lauter Angst rennen die Freunde nach Hause. Als nach einem heftigen Unwetter alles überflutet ist, wollen Alfred, Aada und Fanni die Tiere retten, die vom Wasser eingeschlossen sind. Dabei geraten sie selbst in Not und schließlich ist es der Bär, der ihnen unerwartet zu Hilfe kommt.

Es bereitet viel Freude mit Wichtel Alfred den Frühling zu entdecken. Im Wald begegnet er nicht nur allen möglichen Tieren, die aus dem Winterschlaf erwachen, sondern er macht auch viele für die Jahreszeit typische Dinge, zum Beispiel den Frühjahrsputz und im Garten Gemüse einsäen. Ein anderes wichtiges Thema ist natürlich die Freundschaft. Gans Aada und Schnecke Fanni geraten ordentlich aneinander, doch trotz aller Streitereien raufen sie sich schnell wieder zusammen. Da gibt es kein ewiges Schmollen oder Eingeschnapptsein. Auch die Vorurteile dem Bären gegenüber, erweisen sich als völlig unbegründet. Die Botschaften sind also ziemlich klar verpackt für Kinder.

Von Outi Kaden gibt es bereits einige Wimmelbücher über Wichtel. Auch Wichtel Alfred ist so ein charakteristisches Zipfelmützengesicht, dessen Geschichte sich hier in farbenfrohen Illustrationen entfaltet. Wichtel Alfred und seine tierischen Freunde sind hinreißend gezeichnet. Mir gefallen besonders die stimmigen Details in den Illustrationen. Gerade zum Thema Frühling gibt es viel zu entdecken.

Die Geschichte, wenn auch schön erzählt und wunderbar geschrieben, ist für unseren 4-Jährigen noch ein bisschen zu lang. Also lesen wir das Buch halt in mehreren Etappen oder raffen die Geschichte anhand der Bilder ein bisschen zusammen. Insgesamt aber ein ganz tolles Buch über Freundschaft, Streit und Vorurteile.

Vielen lieben Dank an cbj und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Noch mehr von Outi Kaden und ihren Wichteln findet ihr hier:

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Kinderbücher ab 8 Jahre Rezensionen Sachbücher Sachbücher für Kinder

Teddy Keen: „The Big Book of Adventure: So überlebst du in der Wildnis“

Teddy Keen
Prestel Verlag
empfohlenes Alter: ab 8 Jahre
25,00€

Du hast die geheimen Aufzeichnungen des unbekannten Abenteurers entdeckt!

Er hat in diesem Buch seine spannenden Erlebnisse in der Wildnis festgehalten und gibt dir zahlreiche Tipps für deine eigenen Expeditionen: wie du ein Floß, ein Baumhaus, Schneeschuhe aus Tennisschlägern oder eine improvisierte Zahnbürste baust, Berge besteigst, Flüsse überquerst, dich in der Natur orientierst, Knoten und Lagerfeuer machst und vieles, vieles mehr. Freu dich auf unvergessliche Abenteuer im Freien! (Klappentext)

I will survive!

Mitten im Urwald des Amazonas, in einer verlassenen Hütte, werden die Aufzeichnungen, Tagebücher und Skizzen eines namenlosen Abenteurers gefunden. Dieser unerschrockene Weltenbummler hat die entlegensten Winkel der Erde bereist und in der unberührten, wilden Natur fernab jeglicher Zivilisation so manches Abenteuer bestritten. Sein Wissen und seine Tipps gibt er im „Big Book of Adventure“ an große und kleine Entdecker weiter.

In den Kapiteln „Wild Campen“, „Floß fahren“, „Zelte, Hütten und Baumhäuser“, „Abenteuerlust“ und „Know-How für Abenteurer“ ist sämtliches Wissen versammelt, das es zu diesem Thema gibt. Ich glaube nicht, dass irgendetwas ausgelassen wurde, denn die Tipps decken sämtliche Natur- und Wetterextreme von den Polkappen bis zum Äquator ab. Einfach alles wurde von diesem erfahrenen Abenteurer bedacht und zu Papier gebracht.

„The Big Book of Adventure“ – der Name ist auf jeden Fall Programm. Denn das Buch ist riesig, sowohl in seinen Ausmaßen als auch im Umfang der Inhalte. Die gut 190 Seiten beinhalten einen prall gefüllten Wissensschatz. Die Seiten sind beladen mit detaillierten Illustrationen, kolorierten Panoramabildern und skizzenartigen Zeichnungen. Drum herum immer wieder Randnotizen, Bemerkungen, Hinweise und Erklärungen des Abgebildeten. Dieser collagenartige Aufbau hat den Vorteil, dass man das zuerst liest, was einem ins Auge springt, und bei jedem weiteren Durchblättern werden neue Wunder offenbart.

Hin und wieder findet man den Abriss einer abenteuerlichen Begebenheit des Verfassers, wie etwa die gefährlichen Begegnungen mit Krokodilen oder Schlangen oder ein Sandsturm in der Sahara. Diese Anekdoten sind meist recht kurz und lassen einen gewissen Humor durchblicken. Es ist ja schon das reinste Abenteuer jede einzelne Seite dieses Buches zu entdecken!

Für kleine Entdecker mit Pfadfinderambitionen gibt es einige Ideen, die zum Nachmachen anregen, beispielsweise der Bau eines Unterschlupfes aus Ästen. Aber auch große Naturliebhaber finden im Buch die ein oder andere nützliche Anregung für den nächsten Camping-Ausflug. Auf jeden Fall ein wunderschönes und aufwendig gestaltetes Buch, das richtig Lust auf Abenteuer macht.

Vielen Dank an den Prestel Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars!

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Hobby Kinderbücher Kinderbücher ab 3 Jahre Rezensionen Sachbücher Sachbücher für Kinder

Alex Bauermeister: „Hände vors Herz: Achtsamkeit und Entspannung für Groß und Klein“

Alex Bauermeister (Autorin)
Flora Waycott (Illustratorin)
cbj Verlag
empfohlenes Alter: für alle interessierten Yogis
13,00€

Setzt euch hin, liebe Freunde, ob groß oder klein, hebt die Hände vors Herz und atmet tief ein.

Bist du bereit? Deine Tierfreunde zeigen dir einfache Entspannungsübungen, die glücklich machen. Sie sind leicht in den Alltag zu integrieren und steigern die Konzentration und das Wohlbefinden. Wie fühlt sich dein Körper dabei an? Merkst du, wie du langsam ruhiger wirst? (Klappentext)

Ab auf die Matte, ihr Yogis

Die tägliche Yoga-Praxis ist bereits fester Bestandteil meines Alltags. Klar, dass mein Kind unbedingt mitmachen möchte, sobald Mama die Yoga-Matte ausrollt. Dabei vollführt er jede Menge akrobatischer Kunststücke, die eine Gefahr für jedermann, der das Pech hat, zwischen die fliegenden Gliedmaßen zu geraten, sind. An das Risiko für Mobiliar und Köpfe will ich gar nicht denken. Mit Entspannung hat das nicht viel zu tun. Also musste etwas her, das dem Kind Yoga auf spielerische Weise näher bringt.

Die Übungen in ‚Hände vors Herz‘ beginnen mit einer bewussten Wahrnehmung der Atmung. Die kurzen Reime hat man als Erwachsener relativ schnell im Kopf, sodass man mit dem Kind gemeinsam atmet und zur Ruhe kommt und einfach auf der Matte ankommt. Es folgt ein wohltuender Ganzkörper-Flow durch gängige Asanas,  Katze-Kuh, der herabschauende Hund und die Kobra. (Hierbei muss das Buch schon danebenliegen, um auf die Reime zu spicken.) Dieser Flow lässt sich beliebig oft wiederholen, abhängig von Lust und Laune des Kindes. Am Ende gibt es eine schöne Schlussentspannung mit der liegenden Drehung und nochmaliger Konzentration auf den Atemfluss.

Als Einstieg für kleine Yogis ist das Buch gut geeignet. Die Asanas sind nicht schwer und dank der niedlichen Illustrationen können sich die Kinder die Entspannungsübungen mit Katze, Kuh, Hund und Maus leicht einprägen und nachmachen. Gerade in dieser Jahreszeit mit dem durchwachsenen Wetter kann man nicht immer mit den Kindern an die frische Luft. Die Folge sind Bewegungsmangel und ein zappeliges und überdrehtes Kind. Durch die bewusste Atmung konnten wir erst einmal eine ruhige Atmosphäre schaffen, in der die Konzentration für die Übungen aufgebaut wird. Der Bewegungsablauf bereitet den Kindern sehr viel Vergnügen. Ich finde Yoga für Kinder grundsätzlich wunderbar, um die Ausgeglichenheit, Konzentration und Selbstwahrnehmung zu fördern. Ein wunderschönes Kinderbuch! Den nächsten Band dann gerne mit Sonnengruß, beispielsweise.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Hörbücher Kinderbücher ab 4 Jahre Rezensionen

„Kuschelflosse – Der knusperleckere Buchstaben-Klau“ gelesen von Ralf Schmitz

Nina Müller
cbj audio
Gesamtspielzeit: 1 Std. 32 Min.
empfohlenes Alter: ab 4 Jahre

Buchs abenk auerei in Fischhaus n!

Ein Radio-Schluckauf stört Kuschelflosses Traumstunde – oder steckt womöglich etwas anderes dahinter? Denn nicht nur der Radiogeschichte fehlen plötzlich Buchstaben, in ganz Fischhausen machen sich Lücken in Zeitungen, Büchern und auf Schildern breit. Mutig beschließen Kuschelflosse, Sebi, Emmi und Herr Kofferfisch, dem Dieb eine Falle zu stellen. Dass die Spur allerdings ausgerechnet in die Mjammjam-Fabrik führt, hätten die Freunde nie gedacht …

Eine fischtastische Hörinszenierung

Wie konnte mir die Kuschelflosse-Reihe bisher bloß entgehen? Immerhin handelt es sich bei „Der knusperleckere Buchstabenklau“ bereits um den 5. Band, ehe ich auf die Reihe aufmerksam wurde. Aber auch ohne sämtliche Vorgänger zu kennen, findet man sich schnell in Fischhausen mit all seinen wunderbar kuriosen, fischigen Bewohnern zurecht.

In diesem Teil erlebt der Fellfisch Kuschelflosse ein unglaublich spannendes Abenteuer. Während seiner Lieblingsradiosendung, der Traumstunde, fallen Kuschelflosse Lücken auf, die das Verstehen der Geschichte erheblich stören. Und das Problem breitet sich aus! Bald fehlen in Büchern und Zeitungen, ja sogar auf Schildern Buchstaben. Unverzüglich trommelt Kuschelflosse seine Freunde zusammen, um den systematischen Buchstabenklau aufzuklären. Auf ihrer Suche nach dem Dieb begegnen die Freunde einer Vielzahl an Meeresbewohnern, von denen nicht alle friedlich und drollig sind.

Die Geschichte steckt voll Sprachwitz und Wortspielereien. Die Auflösung des Buchstabenklaus ist sehr fantasievoll und amüsant für Groß und Klein, auch wenn die ganze Geschichte natürlich nicht sehr realitätsnah ist. Allerdings halte ich die Altersempfehlung für das Hörspiel speziell dieses Bandes für zu gering, da das Hörverstehen stark herausgefordert wird. Unser Vierjähriger, obwohl durchaus an Buchstaben interessiert, konnte dem Buchstabenklau nicht folgen. Was zum Teil auch am flotten Erzähltempo der Handlung liegt. Vermutlich wäre die Printausgabe für diese Altersgruppe eher geeignet, um den Buchstabenklau einfach bildlich vor Augen zu haben. Vor- oder Grundschülern fällt das Hörverstehen sicherlich schon leichter und sie können besser miträtseln, welche Buchstaben fehlen.

Ralf Schmitz als Sprecher wiederum ist die ideale Besetzung. Sein Spiel mit der Stimme ist grandios und herrlich abwechslungsreich, ohne dabei zu übertrieben oder nervig zu klingen. Die Figuren werden von ihm mit unterschiedlichen Sprachfehlern versehen und in verschiedenen Tonlagen gesprochen, sodass sie einen hohen Wiedererkennungswert haben. Hinzu kommt die klangvolle Inszenierung der Hintergrundgeräusche, die das Hörbuch zu einem tollen Hörerlebnis machen.
Wir sind auf jeden Fall auf den Geschmack gekommen und werden uns auf die Vorgängerbände stürzen.

Vielen lieben Dank an cbj audio für das Hörbuch, das uns zu Rezensionszwecken zugesandt wurde!

Weitere Hörbücher dieser Reihe:

„Kuschelflosse – Das unheimlich geheime Zauber-Riff“
„Kuschelflosse – Die blubberbunte Weltmeisterschaft“
„Kuschelflosse – Der knifflige Schlürfofanten-Fall“
„Kuschelflosse – Die mächtig magische Glitzerbohne“
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Kinderbücher Kinderbücher ab 8 Jahre Rezensionen

Cliff Leek: „Boy oh Boy: 30 wahre Helden“

Cliff Leek (Autor)
Bene Rohlmann (Illustrator)
Prestel Verlag
empfohlenes Alter: ab 9 Jahre
18,00€

Diese 30 Männer sind wahre Helden!

Sie haben Frieden gestiftet, Welthits komponiert, für Gleichberechtigung, Zivilrechte und Box-Titel gekämpft, sind gefallen und wieder aufgestanden, haben sich neu erfunden und es vor allem allen gezeigt. „Boy oh Boy“ versammelt 30 inspirierende Geschichten über beeindruckende Männer, die Konventionen und Klischees bekämpft haben und bis heute zeigen, wie viel Veränderung ein Einzelner bewirken kann. Ein Buch für Jungs mit handverlesenen Vorbildern, die Mut machen und vergangene wie heutige Generationen inspirieren. (Klappentext)

Solche Männer braucht die Welt

„Er ist eben ein Junge.“

Diesen Satz habe ich als Mutter von zwei Söhnen häufig zu Ohren bekommen. Unter diese Rubrik fällt das Verhalten eines Jungen, wenn er sich ‚wild‘ benimmt, vielleicht nicht auf die Anweisungen der Eltern hört oder sich sonst irgendwie auffällig benimmt. Dabei kommt einem dieser Spruch „Er ist eben ein Junge“ mehr wie eine Ausrede vor, hinter der es sich gut verstecken lässt. Dem Autor Cliff Leek ist diese Tendenz negativ aufgefallen, denn sie verleitet dazu, Jungs unter einem sehr eingeschränkten  Blickwinkel zu betrachten. In erster Linie sollten Kinder – egal ob Junge oder Mädchen – zu selbstbewussten, starken Menschen erzogen werden.

In ‚Boy oh Boy‘ sind 30 Persönlichkeiten versammelt, die in der Welt viel bewirkt haben und die zu Recht als positive Vorbilder angesehen werden. Einige dieser Männer kennt man, man hat von ihren Errungenschaften gehört und wie sie die Welt damit bereichert haben. Sie sind Wissenschaftler, Künstler, Sportler oder machen sich gegen soziale Ungerechtigkeiten stark. Andere wiederum haben kein prominentes Leben im Scheinwerferlicht geführt und sind deshalb weniger bekannt. Doch auch sie haben Großes erreicht und die Welt ein kleines Stück besser gemacht. Hier werden ihre individuellen Lebensgeschichten vorgestellt und in schillernd bunten Illustrationen in Szene gesetzt.

Bene Rohlmanns Arbeiten sind inspiriert von Comicwelten und im Vintage-Stil gehalten. Seine Illustrationen und Cliff Leeks Texte ergänzen sich ideal. Zusammen haben die beiden eine Heldengalerie erschaffen, in der durchweg positive Männerrollen präsentiert werden. ‚Boy oh Boy‘ sollte in keinem Bücherregal fehlen, gleich ob Junge oder Mädchen.

Vielen lieben Dank an Prestel Junior für dieses wunderbare Buch, das mir zu Rezensionszwecken überlassen wurde!

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Kinderbücher Kinderbücher ab 10 Jahre Krimi & Thriller Rezensionen

Kristina Ohlsson: „Silberjunge“ (Die-Glaskinder-Reihe, Band 2)

Kristina Ohlsson
cbt Verlag
empfohlenes Alter: ab 10 Jahre
9,00€

Das Geheimnis des Silberjungen

Immer wieder sieht Aladdin einen geheimnisvollen Jungen, der spurlos verschwindet, sobald man ihn anspricht. Als er erfährt, dass vor hundert Jahren Silber aus einer Schmiede verschwand und auf dem Gelände des Restaurants seiner Eltern vergraben sein soll, macht er sich mit seinen Freundinnen Billie und Simona auf die Suche. Doch zuerst muss er noch den Dieb erwischen, der aus dem Restaurant seiner Eltern Essen stiehlt. Ob es der rätselhafte Junge ist? (Klappentext)

Seichter Grusel im schwedischen Winter

Hauptfigur Aladdin stammt aus einer türkischstämmigen Familie, die nach Schweden ausgewandert ist. Das Familienrestaurant bringt jedoch derzeit nicht genug Geld ein und Aladdins Eltern sorgen sich um die Zukunft. Noch dazu geht ein Dieb um, der Lebensmittel aus dem Restaurant stiehlt.

Aladdin hat einen Verdacht, wer hinter den Diebstählen stecken könnte. Seit einiger Zeit sieht er einen seltsam gekleideten Jungen, der um das Grundstück und offenbar nachts auch durch das Haus schleicht. Aber irgendwie entwischt er Aladdin immer.

Durch ein Schulprojekt stößt Aladdin auf eine uralte Geschichte über einen Schmied, einen Haufen verschwundenes Silber und einen Geisterjungen. Handelt es sich bei dem Jungen, den Aladdin gesehen hat und der auf spurlose Weise zu verschwinden scheint, etwa um den Silberjungen aus der Sage? Eigentlich glaubt Aladdin nicht an Gespenster. Außerdem hat er noch ganz anderen Kummer. Um zu verhindern, wieder zurück in die Türkei ziehen zu müssen, will er den Dieb und am besten auch das verschollene Silber finden.

In der schwedischen Landschaft aus Eis und Schnee kann man sich einen gespenstischen Silberjungen sehr gut vorstellen, wie er erscheint und plötzlich verschwindet, ohne eine Spur im Schnee zu hinterlassen. Die Geschichte beginnt auch ziemlich unheimlich und bei einigen Stellen gruselt es einen bis zur Gänsehaut. Doch das eigentliche übernatürliche Phänomen wird überschattet von dem hoch aktuellen Thema eines Flüchtlingsschiffes, das im Hafen der schwedischen Kleinstadt vor Anker liegt. Auch die finanziellen Sorgen und der drohende Umzug von Aladdins Familie rücken immer weiter in den Vordergrund je mehr die Handlung voranschreitet. Natürlich sind diese beiden Themen sehr viel spannender als eine Geistergeschichte, aber da mit einer ‚Gänsehaut-Garantie‘ geworben wird, hätte ich mir gerade am Ende eine etwas fesselndere Auflösung zum Silberjungen gewünscht.

„Silberjunge“ ist der zweite Band der Glaskinder-Reihe. Allerdings können beide Teile unabhängig voneinander gelesen werden, da sie nicht aufeinander aufbauen. Ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen, was der beste Beweis für einen tollen Schreibstil ist. Er ist zwar einfach, aber dafür liest er sich gut. Da die Handlung nicht unbedingt vorhersehbar, aber auch nicht zu komplex oder vielschichtig ist, war das Buch eine perfekte Unterhaltung für einen trüben Nachmittag.

Ich danke cbt ganz herzlich für das Rezensionsexemplar!

Kristina Ohlsson: „Glaskinder“ Die-Glaskinder-Reihe, Band 1
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Kinderbücher Kinderbücher ab 8 Jahre Rezensionen Sachbücher Sachbücher für Kinder

Kathrin Köller: „Das Buch der Zeit“

Kathrin Köller (Autor)
Irmela Schautz (Illustratorin)
Prestel Verlag
empfohlenes Alter: ab 9 Jahre
25,00€

Die Zeit – wer oder was ist das eigentlich?

Die Zeit ist so etwas wie eine unsichtbare Freundin. Sie ist zwar immer da, gesehen hat sie aber noch niemand. Angefasst auch nicht. Man kann Zeit nicht schmecken, riechen oder hören.

Aber was ist Zeit dann überhaupt? Kann man sie fühlen? Vergeht sie immer gleich schnell? Hat sie einen Anfang und ein Ende? Oder ist sie vielleicht eine Illusion?

Komm mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte, Philosophie und Wissenschaft! Selbstverständlich in der weltbesten Zeitreisemaschine und mit allem an Bord, was man so braucht: Sonne, Mond und Sterne, jede Menge Uhren, Kalender, ein Schiffschronometer und viele Wecker, aber natürlich auch ein Phoenix und sogar noch ein paar andere Tiere und Pflanzen. (Klappentext)

Zeit zum Lesen

Dieses Sachbuch für Kinder ab neun Jahren widmet sich einer wirklich komplexen Thematik: der Zeit. Seit jeher hat sich der Mensch den Kopf zerbrochen, was es damit auf sich hat. Denn Zeit bestimmt unser aller Leben. Aber nicht nur das des Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen verfügen über ein Zeitempfinden. Was genau es also damit auf sich hat, erklärt „Das Buch der Zeit“ und beleuchtet sämtliche Facetten aus den Bereichen Mythologie, Wissenschaft, Geschichte und Philosophie.

Seid ihr von der Komplexität des Mysteriums Zeit jetzt ein wenig verschreckt? Keine Sorge, der Inhalt wurde auf die empfohlene Altersgruppe abgestimmt. Die Texte triefen nicht vor Fachausdrücken, die in eng beschriebenen Spalten Seite um Seite füllen. Ganz im Gegenteil. Sie sind locker und schwungvoll verfasst, in einem leicht verständlichen Ton, aber nichtsdestotrotz total informativ. Pro Seite gibt es nicht mehr als drei knappe Artikel, große Überschriften und immer wieder passende Illustrationen, die einen in Staunen versetzen. Die Aufmachung des Buches ist der Hammer! Jede Seite ist  individuell und farbig gestaltet. Die Illustrationen befinden sich künstlerisch  auf einem sehr hohen Niveau.

Um das schwierige Thema zu erklären, wird bei den frühen Hochkulturen begonnen, die auf der Grundlage von Beobachtungen der Sterne und Mondphasen versucht haben, Zeit einzuteilen und erste Kalender aufstellten, die überraschenderweise teils schon sehr präzise waren. Die Namen der Wochentage und Monate, wie wir sie heute kennen, lassen sich auf diese frühen Kalender zurückführen. Von den Kalendern geht es weiter zu den Uhren. Wie hat der Mensch bloß ohne Smartphone gewusst, wie spät es war? Die Lösungen strotzten vor Erfindungsreichtum und kommen einem reichlich kurios vor. Dank der bereits angesprochenen Illustrationen hat man gleich ein passendes Bild dieser wundersamen Zeitmesser vor Augen und bekommt gleich noch deren Funktionsweise erklärt.

In den letzten Kapiteln werden die Thesen berühmter Persönlichkeiten zum Thema Zeit vorgestellt. Dabei darf vor allem Einstein nicht fehlen. Seine These, Zeit sei relativ, verleitet zu vielen weiteren Spekulationen über Zeitreisen oder den Schmetterlingseffekt. Und schließlich endet das Buch mit einem Blick in die Zukunft.

„Das Buch der Zeit“ ist nicht nur für Kinder eine Bereicherung, sondern auch als Erwachsener denkt man beim Lesen häufig ‚Oh!‘ und ‚Aha, so ist das also!‘ Das schwierig zu erfassende Thema Zeit wird hier sehr verständlich erklärt, in Wort und Bild.

Vielen lieben Dank an Prestel für das Rezensionsexemplar!

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Kinderbücher Kinderbücher ab 5 Jahre Rezensionen Sachbücher Sachbücher für Kinder

Peter Tschaikowsky: „Schwanensee: Ein Musik-Bilderbuch zum Hören“

Peter Tschaikowsky
Jessica Courtney-Tickle (Illustratorin)
Prestel Verlag
empfohlenes Alter: ab 5 Jahre
25,00€

Prinzessin Odette wurde vom bösen Zauberer Rotbart in einen Schwan verwandelt. Nur um Mitternacht erscheint sie in ihrer menschlichen Gestalt. Wie kann sie den Zauber jemals brechen? (Klappentext)

Einführung ins klassische Ballett – nicht nur für Kinder

Die märchenhafte Geschichte handelt von Prinzessin Odette, die von einem bösen Zauberer in einen schönen Schwan verwandelt wurde. Wir wissen nicht wann und warum, doch nun lebt sie zwischen vielen anderen Schwänen an einem geheimnisvollen See. Nur nachts wandelt sie für einige Zeit in ihrer menschlichen Gestalt. Um den Zauber zu brechen, bedarf es der bedingungslosen Liebe und Treue eines Prinzen. Doch der böse Zauberer täuscht Prinz Siegfried, sodass dieser sich statt mit Odette mit Odile, der Tochter des Zauberers, die Odette bis auf’s Haar gleicht, verlobt. Prinz Siegfried erkennt seinen Fehler und gemeinsam mit Odette und den Schwanenfreundinnen treiben sie den Zauberer in den Schwanensee, wo er alle seine Kräfte verliert. Beim Ende hat man sich für die kindgerechte Version entschieden, in der Siegfried und Odette glücklich bis an ihr Lebensende zusammen bleiben.

Schwanensee gilt als eines der  berühmtesten und meist aufgeführten Ballette überhaupt. Ich selbst habe bisher nur ein einziges Ballett besucht und das war tatsächlich Schwanensee. Die Motive der Musikstücke von Peter Iljitsch Tschaikowsky sind weltbekannt. Selbst jenen, die behaupten, mit Ballett nichts am Hut zu haben. Die Verkörperung des weißen (Odette) und schwarzen Schwans (Odile) sind die schwierigsten Rollen, die es im Ballett gibt, weil ihre Tanzstile sehr komplex und grundverschieden sind.

In diesem Musik-Bilderbuch wurde das Ballett für Kinder aufbereitet. Wenn ich könnte, würde ich weit mehr als fünf Sterne vergeben, denn diese Ausgabe ist einfach phänomenal. Selbst als Erwachsener bekommt man da strahlende Augen. Die opulenten Illustrationen scheinen von innen heraus zu leuchten. Der mystische Schwanensee, der Mond und die Lichterketten in den Bäumen. Jede Seite zieht einen völlig in seinen Bann. Solch magische Bilder sind mir noch nirgends untergekommen.

Wenn überhaupt, dann kann ich nur einen einzigen Kritikpunkt anmerken. Die Musikstücke sind eindeutig zu kurz. Es wäre schöner, wenn sie wenigstens in etwa so lange andauern würden, wie man braucht, um den kurzen Begleittext zu lesen. Bei knapp zehn Sekunden Laufzeit – gegen die Klangqualität lässt sich absolut nichts sagen – kommt nicht einmal das tragende Motiv zur Entfaltung. Außerdem funktionieren die Klangnoten nur unter starkem Druck, aber das liegt vielleicht auch nur an meiner Ausgabe.

Insgesamt ist das Musik-Bilderbuch jedoch eine tolle Einführung für Kinder in die Welt der Musik und des klassischen Balletts. Die Geschichte von der Schwanenprinzessin lässt sich aber auch prima nur als Bilderbuch lesen. Allein die Illustrationen kann man stundenlang bewundern.

Ich danke dem Prestel Verlag für dieses wundervolle Buch, dass mir zu Rezensionszwecken zugesandt wurde!

Bereits im Prestel Verlag erschienen und von mir rezensiert: „Der Nussknacker“
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Erstleser Kinderbücher Kinderbücher ab 8 Jahre Rezensionen Weihnachten

Ute Krause: „Die Muskeltiere und das Weihnachtswunder“ (Die Muskeltiere-Reihe zum Vorlesen, Band 4)

Ute Krause
cbj Verlag
empfohlenes Alter: ab 8 Jahre
15,00€

O du fröhliche!

Es ist Weihnachtszeit und in Frau Fröhlichs Feinkostladen ist zur Freude der Muskeltiere jede Menge los. Da beobachtet Gruyère ein kleines Mädchen, das jeden Tag sehnsüchtig auf die köstlichen Schokoladen von Frau Fröhlich blickt, doch nie etwas kauft. Als sich im Laden Diebstähle häufen, gerät das Mädchen unter Verdacht. Das können die Muskeltiere nicht glauben, und sie beginnen, auf eigene Faust nach dem Schokoladendieb zu suchen. Und so stolpern sie bei ihren Nachforschungen mitten hinein in ein großes Weihnachtsabenteuer … (Klappentext)

Es weihnachtet bei den Muskeltieren

Das Weihnachtsthema setzt sich fort und knüpft an meinen letzten Beitrag an. Noch ein Buch von Ute Krause, um die Vorweihnachtszeit zu versüßen. Bei über 20°C und goldenem Herbstwetter mag der ein oder andere bestimmt noch nichts davon hören. Ich selbst befinde mich seit September in Weihnachtsstimmung, wie ich gestehen muss, und habe sogar schon die erste Packung Lebkuchen gefuttert und Plätzchen gebacken. Für das Wochenende prophezeit der Wetterbericht einen Umschwung, ja sogar Bodenfrost des Nächtens. Spätestens dann wird es Zeit für einen fruchtigen Apfel-Zimt-Tee und dazu Spekulatius, ein unterhaltsames Buch bei Kerzenlicht, während draußen die dunklen Wolkentürme über den Himmel ziehen… Und? Hat es geklappt? Konnte ich euch mit meinen gut getarnten Schlagworten in die richtige Stimmung versetzen? Dann folgt nun meine Rezension zu „Die Muskeltiere und das Weihnachtswunder“.

In Frau Fröhlichs Feinkostgeschäft herrscht reger vorweihnachtlicher Trubel. Die Weihnachtsbäckerei lockt viele Kunden an, die selbst gemachte Kekse, Marmeladen und Schokopralinees kaufen. In dem ganzen Tumult entgeht den Muskeltieren jedoch nicht das kleine Mädchen, das jeden Tag in den Laden kommt, doch nie etwas kauft. Seltsamerweise sind danach immer Süßigkeiten verschwunden und schließlich wird sogar Geld aus der Kasse gestohlen. Das können die Muskeltiere natürlich nicht durchgehen lassen. Ganz bestimmt ist das kleine Mädchen eine Diebin! Sie begeben sich auf die Suche, finden jedoch schnell heraus, dass die Dinge häufig nicht so sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Insbesondere mit Verdächtigungen sollte man nicht vorschnell bei der Hand sein.

In diesem Muskeltierband für die besinnlichste Zeit des Jahres schenkt uns Ute Krause eine Weihnachtsgeschichte. Auch wenn die Stilelemente nicht gänzlich neu erfunden sind und einen an allerlei andere Weihnachtsmärchen erinnern, der unverwechselbare Muskeltiercharme macht das Buch zu etwas ganz Besonderem. Die Suche nach dem Dieb gestaltet sich als flotte Detektivgeschichte. Der Anschein trügt immer wieder und auch die Muskeltiere müssen lernen, niemanden vorzeitig zu beschuldigen oder in eine Schublade zu stecken. Auch das hamburgische Lokalkolorit kommt natürlich nicht zu kurz und der Sprachwitz, der generell in allen Büchern der Autorin auftaucht, sorgt für viele heitere Momente.

Schön finde ich, dass sich die Handlung weder zu langatmig noch zu hektisch entwickelt. Ein Kapitel baut auf dem anderen auf. Die Muskeltiere kommen dem Rätsel Schritt für Schritt näher. Diese Ruhe sorgt für einen angenehmen Lesefluss, der den Leser vom Anfang bis zum Ende durch eine abwechslungsreiche Handlung trägt. Die weihnachtlichen Details versetzen einen schon jetzt in die Weihnachtszeit und wecken die Vorfreude auf Lebkuchenhäuser und Schneegestöber.

Der Umfang der Kapitel ist für Kinder der Altersempfehlung problemlos zu bewältigen. Zum Vorlesen eignen sich die Muskeltiere aber auch schon für etwas jüngere Kinder. Eine Ausspracheempfehlung und Übersetzung einiger hamburgischer Redensarten befinden sich am Ende des Buches. Aber es macht auch Spaß, die französischen Namen mit den Kindern zusammen zu näseln, egal ob die Aussprache oder der Akzent korrekt sind. Es ist schon toll, dass bei den Muskeltier-Bänden auf so viele Details geachtet wurde, um ein rundum wundervolles Kinderbuch zu machen.

Vielen lieben Dank an den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das erste Abenteuer der Muskeltiere. Hier gehts es zu meiner Rezension von „Einer für alle, alle für einen“
Hier könnt ihr noch meine Rezension zu „Hamster Bertram lebt gefährlich“ nachlesen!
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